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NIEDERNEUKIRCHEN/GARDASEE. Jahr für Jahr findet am Gardasee in Italien der europäische Mountainbike Saisonstart statt. Am Start sind hier einige der besten Fahrer der Welt. Mit dabei auch der Niederneukirchner Lukas Kaufmann.

Lukas Kaufmann beim Ronda Extrema am Gardasee. Foto: Sportograf
Lukas Kaufmann beim Ronda Extrema am Gardasee. Foto: Sportograf

Der Startschuss für über 300 Starter auf der „Ronda Extrema“ erfolgte am 29. April um 7.30 Uhr. „Die ersten fünf Kilometer durch Riva sind zwar komplett Flach aber dennoch muss man hier aufpassen, dass man nicht zu Sturz kommt, da es immer wieder Spezialisten gibt die Hektik in das Fahrerfeld bringen“, erklärt Lukas Kaufmann. Jedoch sollte man sich über diese Personen nicht zu sehr ärgern, denn der erste Anstieg mit fast 1000 Höhenmetern am Stück folgt zugleich und der kostet richtig Kraft.

Streckenüberschneidung

Nach dieser ersten Rampe auf Beton-Stein-Wegen wird es auf Asphalt etwas flacher, am Schluss geht es dann auf Forststraßen weiter. Oben angekommen folgt die erste schnelle Abfahrt. „Hier gibt es dann nach ca. einen Kilometer eine Teilung Ronda Extrema (90km) – Ronda Grande (76km)“, so Kaufmann. Die Ronda Extrema Fahrer müssten hier alle links abbiegen und einen kleinen Anstieg bezwingen, bevor es in eine Abfahrt geht wo sich die zwei Strecken wieder schneiden. „Leider stand hier heuer niemand vom Veranstalter-Team, der dies kontrollierte und so sind sehr viele direkt gerade hinunter gefahren und haben sich damit einige Höhenmeter und auch Meter gesparrt“, erzählt der Mountainbiker.

Es geht steil weiter

Der zweite Anstieg ist am Anfang durch zwei kurze steinige Abfahrten unterbrochen, danach geht es aber nur noch bergauf. „Nach der Abfahrt vom zweiten Berg kommt man mit den Fahrern der kürzeren Strecke zusammen und fährt mit diesen den dritten Berg hoch“, so Kaufmann. Danach folgt ein ständiges auf und ab auf traumhaften Trails. Dann folgt eine betonierte Betonstraße auf der man etwa 150 bis 200 Höhenmeter macht - jeder der hier nicht schiebt, ist bereits ein Gewinner. Nach dieser letzten Steilen Rampe geht es in einen Wald, bevor es auf einer Forststraße und dann auf einer asphaltierten Straße mit großer Geschwindigkeit Richtung Tal geht. “Kurz bevor man unten ankommen würde, müssen wir rechts abbiegen und es folgt der letzte flache Anstieg mit ca. 500 Höhenmetern, der mir aber jedes Jahr sehr steil vorkommt“, berichtet Lukas. Danach geht es aber nur mehr bergab.

Endlich im Ziel

Nach 5 Stunden und 37 Minuten erreicht Lukas Kaufmann als 69. von über 300 Startern das Ziel: „Generell muss ich sagen, ich weis nicht warum, aber die 90 Kilometer und 3800 Höhenmeter in Riva vergehen jedes Jahr sehr schnell. Vermutlich liegt das daran, dass die Anstiege so steil sind, sodass die Höhenmeter sehr schnell abgespult werden und speziell die zweite Streckenhälfte sehr flowig ist und die Zeit auf den Trails sowieso immer sehr schnell vergeht.“


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