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BAD GOISERN/NIEDERNEUKIRCHEN. Die Veranstalter von der Salzkammergut-Trophy in Bad Goisern werben mit „Einmal Hölle und zurück“. Lukas Kaufmann hat sich dem härtesten Mountainbike-Marathon in Europa gestellt.

Lukas Kaufmann bei der Salzkammergut Trophy 2017. Foto: Sportograf.com
Lukas Kaufmann bei der Salzkammergut Trophy 2017. Foto: Sportograf.com

Insgesamt über 5000 Anmeldungen gab es beim größten und längsten Mountainbike-Marathon Österreichs auf den sieben verschiedenen Strecken. „Für mich ist Bad Goisern Jahr für Jahr das Rennen des Jahres, weil ich meine Liebe zum Mountainbikesport genau in dieser Gegend entdeckt habe“, erzählt Lukas Kaufmann. Anlässlich des 20 Jahr-Jubiläum dieser Veranstaltung war auch alles etwas spezieller. Auf der A-Strecke, auf der auch Kaufmann unterwegs war, gab es über 1000 Anmeldungen aus der ganzen Welt - unter ihnen auch einige Sieger der vergangenen Jahre.

Regen wie aus Kübeln

„Es regnete bereits beim Aufstehen um 3.30 Uhr wie aus Kübeln“, so Kaufmann. Trotzdem standen um 5 Uhr beim Start 768 Teilnehmer in Bad Goisern und machten sich auf den 210,2 Kilometer langen weg mit 7119 Höhenmeter. „Nach etwa 50 Meter war ich so nass, als ob ich mit dem Bike in einen Schwimmbad gefallen wäre. Meinen Eltern, die mich perfekt betreuten, sagte ich dann, dass ich mich etwa bei Kilometer 100 bei einer Verpflegungsstation umziehen werde um zumindest am Oberkörper wieder für ein paar Minuten trockene und warme Kleidung zu haben. Eine Regenpause änderte jedoch den Plan und Kaufmann fuhr weiter um Zeit zu sparen.

Wärmende Sonnenstrahlen ab der Chorinsky-Klause

Als dann bei der Chorinsky-Klause um zu Mittag das erste Mal für fünf Minuten die Sonne raus kam und die Kleidung langsam trocken wurde, war Kaufmann noch glücklicher über seine Entscheidung. So radelte er die 25 flachen Kilometer Richtung Obertraun und dann nach Hallstatt. In der Mitte beim Salzberg begann es erneut zu. “Während ich schiebende, langsame und müde B-Fahrer (120 Kilometer) überholte und sagte ,Jawoi endlich regnets wieder, bergauf schadet eine Kühlung nie' war zumindest einer der mir umgebenen ,B-Schieber' der deutschen Sprache mächtig und drohte mir kurz mich über die Absperrung hinunter zu den Souvenierläden von Hallstatt zu werfen“. Aber unter Sportler löst man solche Unstimmigkeiten schnell und so konnte Kaufmann problemlos passieren.

Abfahrt zum Gosausee

Salzberg und Roßalm waren kein Problem mehr. Die Abfahrt hinunter zum Gosausee ist dann immer eine Belohnung für alle Fahrer. „Einziges Problem ist, dass hier aus den ,B-Schiebern' wieder ,B-Fahrer' werden und die laute Kommandos wie ,Achtung ich komme' nicht immer hören. Nach rund 6500 Höhenmeter ging es dann zum letzten wirklichen Anstieg mit 500 Höhenmeter am Stück.

Die letzten Kilometer

Spätestens beim „nur noch 10 Kilometer“-Schild gibt dann noch einmal einen Energieschub. „Den letzten Kilometer lege ich dann noch einmal meine Unterarme auf den Lenker und trete so fest in die Pedale wie es noch geht“, berichtet Kaufmann vom finalen Kampf gegen die Erschöpfung. „Traditionell ist dann circa 250 Meter vorm Zielstrich endgültig Ende im Gelände, ich drehe mich noch einmal um ob hinter mir ein A-Fahrer heraneilt, auch wenn ich keine Gegenattacke mehr setzen könnte und genieße die letzten 200 Meter.“

Endlich im Ziel

Lukas Kaufmann erreichte das Ziel nach 11 Stunden und 43 Minuten als 18. von 768 Startern. „Somit war ich auch achtbester Österreicher und mit meiner Leistung voll zufrieden.“


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