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Nervenprobe bestanden: UJZ Mühlviertel behielt bei Aufsteiger Reichraming mit 8:6 die Oberhand

Sebastian Wallner, 23.04.2018 05:57

REICHRAMING/ NIEDERWALDKIRCHEN. “So etwas muss ich nicht mehr so schnell wieder haben“, schnaufte UJZ-Trainer Martin Schlögl nach dem zweiten Sieg im zweiten Bundesliga-Kampf durch. Da Daniel Allerstorfer noch ausfiel und wegen der bevorstehenden Europameisterschaft mit Marcus Nyman nur ein Legionär Zeit hatte, mussten die Mühlviertler gegen Reichraming in den oberen Gewichtsklassen ein Notprogramm fahren.
 

Tobias Weixelbaumer behielt in seinen beiden Kämpfen die Oberhand. Foto: Christian Fidler
  1 / 4   Tobias Weixelbaumer behielt in seinen beiden Kämpfen die Oberhand. Foto: Christian Fidler

Rainer Binder wurde ins Schwergewicht beordert und Nyman in die 100er - beide bekamen es mit der Reichraminger Legionärsabordnung Jesenko Cetic (SLO) und Gergö Fogasy (HUN) zu tun. 

Dass der Kampf so eng wurde, lag auch daran, dass die einzelnen engen Partien zugunsten der Reichraminger ausgingen. Sowohl beim Duell der Trainingspartner bis 60 Kilogramm zwischen Niki Rechberger und Daniel Leutgeb, als auch bis 90 Kilogramm hatte Schlögl insgeheim mit je einem Punkt gerechnet. Am Ende standen allerdings null unter diesen vier. „Wenngleich es gerade bis 60 auch anders hätte ausgehen können“, warf Schlögl ein.

Souveräne Punkte 

Dass sich das Schwitzen auf der Trainerbank allerdings in Grenzen hielt, dafür sorgte die Tatsache, dass die vier Punkte pro Durchgang allesamt recht souverän erkämpft wurden. Konkret waren es Tobias Weixelbaumer (bis 66 Kilo), Driton Shala ( bis 73 Kilo), Georg Reiter (bis 81 Kilo) und eben Nyman (bis 100 Kilo), die je zweimal siegten.

Tabelle

In der noch wenig aussagekräftigen Tabelle hält das UJZ nach zwei Runden bei vier Punkten und Rang zwei, punktegleich hinter Flachgau, das bei Dynamic One 8:6 siegte. In der nächsten Runde empfängt das UJZ am 5. Mai Meister Galaxy Tigers Wien. 

Damen-Bundesliga: Sorge um Autengruber

Zum Auftakt der Damen-Bundesliga verpasste das UJZ daheim in Niederwaldkirchen gegen Meister Wiener Neudorf mit 6:8 den ersten Punkt. Der Kampf wurde jedoch von einer Verletzung Rebekka Autengrubers überschattet.

Die 18-Jährige hatte nach einer Würgetechnik, die auf das Genick ging, abklopfen müssen. Als nach der Aufstellung das Adrenalin nachließ, setzten bei der Ulrichsbergerin mit einem Mal massive Probleme mit dem Nacken ein, die sogar dazu führten, dass sie sich nicht mehr alleine aufsetzen konnte. 

Abklärung im Spital

Ärztin Katrin Groiss nahm einige Tests vor, welche zwar nicht auf eine Fraktur hindeuteten. Um auf Nummer sicher zu gehen, wurde aber dennoch die Rettung geholt, um Autengruber im Krankenhaus Rohrbach genauer zu untersuchen. Die gute Nachricht: Dieses konnte sie noch in der Nacht auf zwei Beinen wieder verlassen. Eine erste Nachricht von ihr war, dass sie zwar Schmerzen habe, es ihr aber einigermaßen gut geht. Es dürfte sich „nur“ um eine muskuläre Blessur handeln.

Knapp am Unentschieden dran 

Nur Momente bevor Autengruber abklopfte, hätte sie die Tirolerin Pircher beinahe mit einem Seoinage geworfen. Ein Sieg hätte den UJZ'lerinnen gereicht, um nach dem 3:4-Pausenrückstand noch mit einem 7:7 den ersten Punkt der Saison einzufahren.

Die Mühlviertlerinnen hatten sich gut verkauft. Allen voran Andrea Dall, die bis 52 Kilo gegen Lisa-Marie Winter in zwei engen Partien jeweils die Oberhand behielt. Weiters hatten Marianne Hollensteiner zweimal kampflos sowie Autengruber (gegen Catharina Ras) und Lisa Schinkinger (kampflos) je einen Punkte beigesteuert.

Jüngste Bundesligakämpferin

Kathrin Schlögl (bis 63 Kilo gegen Susanne Lechner) und Pamela Neubauer (bis 57 Kilo gegen Anna Dengg) hatten gegen favorisierte Gegnerinnen eine gute Figur gemacht. Hannah Füreder, die mit 15 Jahren 237 Tagen nun die jüngste UJZ-Bundesligakämpferin ist, hatte gegen Nationalteamathletin Mara Tabea Kraft ein unerschrockenes Debüt abgeliefert.

„Die Mädels haben sich gut präsentiert, haben gegen teils sehr starke Gegnerinnen offene Partien gezeigt. Dass es nicht zu einem Punkt gereicht hat, ist zwar schade, aber jetzt hoffen wir, dass das bei Rebekka nichts Schlimmes ist“, fasste Teamführerin Sarah Jonas zusammen.


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