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OBER-GRAFENDORF. Mundartdichterin Loisi Secnicka hat im Herbst mit „Dialekt is Hoamat“ ihr sechstes Buch veröffentlicht. Mit Tips sprach sie über das Leben, das Schreiben, ihre Heimat.

Loisi Secnicka liest aus ihrem aktuellen Buch „Dialekt is Hoamat“. Foto: mai
Loisi Secnicka liest aus ihrem aktuellen Buch „Dialekt is Hoamat“. Foto: mai

Mit Loisi Secnicka begegnet man zweifelsohne einer Frau voller Lebensfreude, die zwar auf so manch schwierige Lebenssituationen zurückblickt, aber dennoch nicht ihren Humor verloren hat. „Die schönsten Geschichten schreibt das Leben, du musst nur zuhören, wenn es etwas erzählt“, verrät die 57-jährige Rennersdorferin die Inspiration für ihre Mundarttexte, die jedoch nie politisch sind oder sich an jemanden persönlich richten.

Interesse am Schreiben

Das Interesse am Schreiben war bei Secnicka immer schon da. „Ich habe bald begonnen, für bestimmte Anlässe zu schreiben. Meine Freunde hatten Spaß mit meinen Texten und sagten immer wieder „Das müsstest du aufschreiben!“ Und eines Tages habe ich das dann auch gemacht.“Ihr erstes Buch entstand 2006 nach der Teilnahme am Literatur-Karussell in Hofstetten-Grünau. „In der Jury befand sich die Schauspielerin und Sängerin Waltraud Haas, die zu mir sagte: „Wissen Sie was, ich weiß nicht, was Sie mit Ihren Geschichten erreichen, aber ich habe mich köstlich amüsiert“. Das hat mich sehr motiviert.“ Insgesamt hat Secnicka bereits sechs Bücher veröffentlicht. Das aktuelle 96 Seiten starke Buch – „Dialekt is Hoamat“ – beinhaltet erstmals keine Illustrationen, sondern Fotos von Walter Riebl. „Die Themen des Buches sind allesamt aus dem Leben gegriffen. Es handelt sich großteils um heitere Geschichten, aber auch nachdenkliche oder besinnliche Texte – alle in Reimform – sind dabei.“

Dialektpflege

Die Dialektpflege ist Secnicka sehr wichtig: „Dialekt und Tradition gehören gepflegt und gelebt, das ist ein Kulturgut. Wichtig ist es mir auch, meinen Lesern oder Zuhörern bewusst zu machen, wie schön es bei uns ist. Ich bin sehr heimatverbunden.“ Auch Lesungen in Schulen würden die Mundartdichterin interessieren, „damit die Jungen auch etwas im Dialekt hören“.

Zahlreiche Lesungen

Loisi Secnicka ist anlässlich vieler Lesungen – zum Teil mit Musik – in der Region zu hören. „Die Lesungen sind immer sehr schön für mich und ich leide nicht an Nervosität. Ich war auch schon zu Gast bei der Barbara-Karlich-Show oder habe auch schon vor 3000 Leuten beim Dirndlkirtag gelesen. Dabei schaue ich das Publikum immer an. Ich möchte sehen, wie die Menschen auf meine Texte reagieren“, unterstreicht die Mundartdichterin.Ihre Geschichten liest Secnicka immer zuerst ihrem Mann vor. „Er ist mein erster Kritiker“, so die Rennersdorferin. Die Rückmeldungen auf ihre Texte seien positiv. „So hat mich etwa eine Dame, die als Patientin im Krankenhaus liegt, angerufen und gesagt, dass sie beim Lesen meiner Geschichten ihre Krankheit vergisst. Das hat mich sehr bewegt.“

Alle zwei Jahre ein Buch

Alle zwei Jahre veröffentlicht Secnicka ein Buch. Und es gibt jetzt schon Nachschub für das nächste Mundartwerk. „Ich habe immer einen Stift und einen Zettel in jeder Tasche oder am Nachtkastl, damit ich es sofort aufschreiben kann, wenn mir etwas einfällt. Die Themen gehen mir nie aus“, meint Secnicka. Weitere Infos unter 0676/6413665.


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