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Granaten-Alarm in Wien: Fund vor Wohnhaus in Leopoldstadt löst Großeinsatz aus

Tips LogoThomas Leitner, 04.01.2026 20:50

WIEN. Schock in Wien-Leopoldstadt. Vor einem Hauseingang wurde eine Handgranate entdeckt. Polizei und Entschärfungsdienst rückten an, das Gebiet wurde gesperrt. Die Ermittlungen laufen.  

Granatenfund ind Wien Leopoldstadt (Foto: DABLJU/adobe.stock)
Granatenfund ind Wien Leopoldstadt (Foto: DABLJU/adobe.stock)

Ein beunruhigender Fund hat am Sonntagvormittag die Wiener Leopoldstadt in Atem gehalten. Gegen 11.30 Uhr entdeckten Passanten in der Tempelgasse einen granatenähnlichen Gegenstand, der direkt vor einem Hauseingang lag. Die Polizei reagierte umgehend und leitete einen Großeinsatz ein.

Großräumige Sperre in der Tempelgasse

Beamte der nahegelegenen Polizeiinspektion veranlassten sofort eine weiträumige Absperrung, da eine akute Gefahr zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte. Der betroffene Bereich in Wien-Leopoldstadt wurde gesichert, Anrainer und Passanten mussten Abstand halten. In weiterer Folge wurden sprengstoffkundige Spezialkräfte angefordert.

Entschärfungsdienst rückt an

Der Entschärfungsdienst der Sondereinheit Einsatzkommando Cobra übernahm den Einsatz vor Ort. Der verdächtige Gegenstand wurde gesichert und abtransportiert. Erst nach eingehender Untersuchung konnte Entwarnung gegeben werden: Im Granatenkörper befand sich kein Sprengstoff, zudem war die Zündvorrichtung nicht funktionsfähig.

Keine Hinweise auf gezielten Hintergrund

Nach aktuellem Ermittlungsstand besteht kein direkter Zusammenhang mit der in der Tempelgasse gelegenen Synagoge, ebenso liegen keine Hinweise auf eine antisemitische Motivation vor. Das Landesamt Staatsschutz und Extremismusbekämpfung wurde dennoch informiert und in die weiteren Ermittlungen eingebunden.

Die Wiener Polizei nutzt den Vorfall, um zur Vorsicht zu mahnen. Wer sprengstoffverdächtige Gegenstände oder Kriegsmaterial entdeckt, soll den Fundort merken, sich in sichere Entfernung begeben und unverzüglich den Notruf verständigen. Solche Gegenstände dürfen keinesfalls berührt oder manipuliert werden.

Die Ermittlungen zur Herkunft des Fundstücks dauern an.

 

 


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