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Neue Übergangspflege ab 2026: Kärnten baut die Brücke vom Spital zurück nach Hause

Tips LogoThomas Leitner, 06.01.2026 11:01

KÄRNTEN. Das Bundesland Kärnten stellt die Übergangspflege neu auf. Ab 2026 entstehen eigene Betten direkt in Spitälern. Ziel ist eine sichere Rückkehr nach Hause und die Entlastung der Akutstationen.

Präsentierten die neue Übergangspflege: Primarius Georg Pinter, Landesrätin Beate Prettner und ÖGK-Landesstellenleiter Johann Lintner (v. li.) (Foto: Büro LRin Prettner)

Mit Jänner 2026 geht das Land Kärnten einen entscheidenden Schritt in der Gesundheitsversorgung. Die Übergangspflege wird neu organisiert und künftig direkt an Kärntner Spitäler angebunden. Patientinnen und Patienten sollen nach einem Krankenhausaufenthalt gezielt stabilisiert, mobilisiert und medizinisch begleitet werden, bevor sie in ihr Zuhause zurückkehren.

Betreuung näher an den Patienten

Bisher war Übergangspflege in Pflegeheimen angesiedelt, oft ohne therapeutische Leistungen. Das führte dazu, dass Menschen länger als nötig Akutbetten belegten oder eine Heimunterbringung erfolgte, obwohl diese nur vorübergehend notwendig war. Die neue Struktur setzt genau hier an: Übergangspflege findet künftig dort statt, wo medizinische Kompetenz ohnehin vorhanden ist – im Spital.

Start mit 31 Betten in Kärntens Spitälern

In einem ersten Schritt entstehen innerhalb der KABEG 31 Übergangspflegebetten. Standorte sind das Klinikum Klagenfurt, die Landeskrankenhäuser Villach, Wolfsberg und Laas. In den Folgejahren wird das Angebot auf rund 40 Betten ausgebaut. Ab 2027 kommen weitere Plätze in zusätzlichen Krankenhäusern hinzu. Langfristig sieht die Bedarfsplanung mindestens 90 Übergangspflegebetten in Kärntens Spitälern vor.

Medizinisch sinnvoll und finanziell abgesichert

Finanziert wird das neue Modell über Mittel des Kärntner Gesundheitsfonds. Für 2026 sind dafür rund zwei Millionen Euro vorgesehen. Die therapeutischen Leistungen wie Physio- oder Ergotherapie werden von der ÖGK getragen. Verantwortlich für die Übergangspflege am Klinikum Klagenfurt ist Primarius Georg Pinter, der das Modell als wichtigen Baustein einer abgestuften Versorgung sieht.

Gesundheitslandesrätin Beate Prettner betont, dass Übergangspflege kein Ersatz für ein Pflegeheim und kein dauerhaftes Spitalsbett ist. Sie soll Zeit schaffen, um das Zuhause anzupassen oder mobile Dienste zu organisieren. Die Beantragung eines Platzes erfolgt direkt über das jeweilige Krankenhaus.


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