Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

ITALIEN. Ein schweres Sturmtief bringt in Italien sintflutartige Regenfälle, Orkanböen und hohen Wellengang. Besonders Sardinien, Sizilien und Kalabrien stehen bis zur Wochenmitte unter erhöhter Unwettergefahr.

Das Tief "Harry" wütet aktuell in Italien. Symbolbild: stock.adobe.com/trendobjects
Das Tief "Harry" wütet aktuell in Italien. Symbolbild: stock.adobe.com/trendobjects

Ein heftiger Sturm mit massiven Regenmengen hat Italien erreicht. Für mehrere Regionen rief der Wetterdienst deswegen die höchste Warnstufe Rot aus. Besonders betroffen von Sturmtief “Harry“ sind Sardinien, Sizilien und Kalabrien.

Das Sturmtief sorgt im zentralen Mittelmeerraum bis mindestens Mittwoch (21. Jänner) für ergiebige Regen- und Gewittergüsse. In weiten Teilen Süditaliens werden 50 bis über 150 Liter Regen pro Quadratmeter erwartet, lokal deutlich mehr. In Staulagen sind bis zu 300, vereinzelt sogar bis zu 400 Liter möglich. Die Behörden warnen vor Sturzfluten, Erdrutschen und Überschwemmungen.

Auch Orkanböen möglich

Gleichzeitig verschärfen stürmische Winde die Lage. Entlang der Küsten erreichen die Böen Geschwindigkeiten von rund 100 Kilometern pro Stunde, in exponierten Berglagen sind Orkanböen möglich. Auf dem Meer werden Wellenhöhen von bis zu sieben Metern gemessen. In höheren Lagen, unter anderem am Ätna, fällt zudem viel Neuschnee.

Wegen der akuten Gefahr wurde für mehrere Regionen Alarmstufe Rot ausgerufen. Der Zivilschutz appellierte an die Bevölkerung, vorsichtig zu sein und unnötige Wege zu vermeiden. „Gehen Sie kein Risiko ein“, sagte Zivilschutzchef Domenico Costarella dem italienischen Rundfunk. Die Lage sei ernst, aber unter Kontrolle.

Gemeinden evakuiert

Die Auswirkungen sind bereits spürbar. Auf Sizilien mussten rund 200 Menschen ihre Häuser verlassen, darunter Bewohner von Pflegeheimen in Küstennähe. Das Dorf Marzamemi wurde vollständig evakuiert, auch in Giampilieri Marina, Acireale und Capo Mulini ordneten die Behörden Räumungen an. Schulen blieben aufgrund der Wetterlage geschlossen.

Auch auf Sardinien kam es zu erheblichen Schäden. Erdrutsche wurden gemeldet, mehrere Autobahnen gesperrt. In der Gemeinde Torpè evakuierten die Behörden Dutzende Familien aus hochwassergefährdeten Gebieten. Die Feuerwehr verzeichnete allein am Montag, dem 19. Jänner, etwa 150 Einsätze, unter anderem wegen umgestürzter Bäume, beschädigter Dächer und umherwehender Verkehrsschilder.


Mehr zum Thema


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

DDR-Rekordspieler Eberhard Vogel verstorben

DDR-Rekordspieler Eberhard Vogel verstorben

JENA/DEUTSCHLAND. Der frühere Fußball-Nationalspieler Eberhard Vogel ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Der langjährige Spieler des FC ...

Tips - total regionalNiklas Killinger
Nuss Nougat Cremes im Test: Nutella bei Stiftung Warentest nur auf Platz 3

Nuss Nougat Cremes im Test: Nutella bei Stiftung Warentest nur auf Platz 3

BERLIN/DEUTSCHLAND. Die Stiftung Warentest hat 21 Nuss Nougat Cremes geprüft. Nutella erreicht mit der Note 2,2 den dritten Platz, zwei andere ...

Tips - total regionalNiklas Killinger
Tödlicher Insektenstich: 38-Jähriger stirbt bei Wanderung

Tödlicher Insektenstich: 38-Jähriger stirbt bei Wanderung

BELLINO/ITALIEN. Eine Wanderung in den Bergen endete für einen 38-jährigen tödlich. Der Mann war am Wochenende mit Freunden im Raum Cuneo ...

Tips - total regionalVerena Beneder, LL.B.
Schulweg vor Schulstart gemeinsam üben

Schulweg vor Schulstart gemeinsam üben

ÖSTERREICH. Vor dem Schulstart sollten Eltern den Schulweg mit ihren Kindern noch einmal gemeinsam abgehen. Entscheidend sind sichere Routen, ...

Tips - total regionalThomas Leitner
Zu wenige Kinder: Hunderte Schulen und Kindergärten müssen schließen

Zu wenige Kinder: Hunderte Schulen und Kindergärten müssen schließen

GRIECHENLAND. In Griechenland wird der demografische Wandel immer spürbarer. Zum Beginn des neuen Schuljahres am 11. September müssen in mehreren ...

Tips - total regionalVerena Beneder, LL.B.
Tragödie in der Steiermark: Niederösterreicher (47) stirbt bei Unfall

Tragödie in der Steiermark: Niederösterreicher (47) stirbt bei Unfall

ALTENMARKT BEI ST. GALLEN/STEIERMARK. Tödlicher Unfall in der Steiermark: Ein 47-jähriger Niederösterreicher ist am Dienstagabend, 1. September ...

Tips - total regionalVerena Beneder, LL.B.
Weitere Beiträge