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Alarmstufe Rot in Italien: Mehrere Orte wegen Sturmtief "Harry" evakuiert

Tips Logo Manuel Tonezzer, 20.01.2026 10:24

ITALIEN. Ein schweres Sturmtief bringt in Italien sintflutartige Regenfälle, Orkanböen und hohen Wellengang. Besonders Sardinien, Sizilien und Kalabrien stehen bis zur Wochenmitte unter erhöhter Unwettergefahr.

Das Tief "Harry" wütet aktuell in Italien. Symbolbild: stock.adobe.com/trendobjects
Das Tief "Harry" wütet aktuell in Italien. Symbolbild: stock.adobe.com/trendobjects

Ein heftiger Sturm mit massiven Regenmengen hat Italien erreicht. Für mehrere Regionen rief der Wetterdienst deswegen die höchste Warnstufe Rot aus. Besonders betroffen von Sturmtief “Harry“ sind Sardinien, Sizilien und Kalabrien.

Das Sturmtief sorgt im zentralen Mittelmeerraum bis mindestens Mittwoch (21. Jänner) für ergiebige Regen- und Gewittergüsse. In weiten Teilen Süditaliens werden 50 bis über 150 Liter Regen pro Quadratmeter erwartet, lokal deutlich mehr. In Staulagen sind bis zu 300, vereinzelt sogar bis zu 400 Liter möglich. Die Behörden warnen vor Sturzfluten, Erdrutschen und Überschwemmungen.

Auch Orkanböen möglich

Gleichzeitig verschärfen stürmische Winde die Lage. Entlang der Küsten erreichen die Böen Geschwindigkeiten von rund 100 Kilometern pro Stunde, in exponierten Berglagen sind Orkanböen möglich. Auf dem Meer werden Wellenhöhen von bis zu sieben Metern gemessen. In höheren Lagen, unter anderem am Ätna, fällt zudem viel Neuschnee.

Wegen der akuten Gefahr wurde für mehrere Regionen Alarmstufe Rot ausgerufen. Der Zivilschutz appellierte an die Bevölkerung, vorsichtig zu sein und unnötige Wege zu vermeiden. „Gehen Sie kein Risiko ein“, sagte Zivilschutzchef Domenico Costarella dem italienischen Rundfunk. Die Lage sei ernst, aber unter Kontrolle.

Gemeinden evakuiert

Die Auswirkungen sind bereits spürbar. Auf Sizilien mussten rund 200 Menschen ihre Häuser verlassen, darunter Bewohner von Pflegeheimen in Küstennähe. Das Dorf Marzamemi wurde vollständig evakuiert, auch in Giampilieri Marina, Acireale und Capo Mulini ordneten die Behörden Räumungen an. Schulen blieben aufgrund der Wetterlage geschlossen.

Auch auf Sardinien kam es zu erheblichen Schäden. Erdrutsche wurden gemeldet, mehrere Autobahnen gesperrt. In der Gemeinde Torpè evakuierten die Behörden Dutzende Familien aus hochwassergefährdeten Gebieten. Die Feuerwehr verzeichnete allein am Montag, dem 19. Jänner, etwa 150 Einsätze, unter anderem wegen umgestürzter Bäume, beschädigter Dächer und umherwehender Verkehrsschilder.


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