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Lawinenalarm Osttirol: Stufe 4 ab Donnerstag – massive Gefahr ab 1.800 Metern

Tips LogoThomas Leitner, 04.02.2026 16:33

TIROL. Erneut spitzt sich die Lawinenlage in Osttirol zu. Ab Donnerstag gilt in mehreren Regionen oberhalb von 1.800 Metern die Gefahrenstufe 4.

Lawinengefahr in Osttirol (Foto: kiono/adobe.stock)
Lawinengefahr in Osttirol (Foto: kiono/adobe.stock)

Im südwestlichen Osttirol verschärft sich die Situation erneut dramatisch. Der Lawinenwarndienst des Landes Tirol ruft ab Donnerstag die zweithöchste Lawinengefahrenstufe aus. Betroffen sind vor allem der Karnischer Kamm, die Lienzer Dolomiten sowie die Deferegger Alpen – jeweils oberhalb von 1.800 Metern Seehöhe.

Schneefall trifft auf instabile Schneedecke

Auslöser für die angespannte Lage sind prognostizierte Neuschneemengen in Kombination mit einem weiterhin schwachen Schneedeckenaufbau. Lawinen können laut Experten bereits durch einzelne Wintersportler leicht ausgelöst werden, auch spontane Abgänge sind möglich. Die Gefahrenstellen sind weit verbreitet und oft kaum erkennbar. In den Regionen mit Gefahrenstufe 4 sind zudem große Lawinenabgänge möglich.

In den übrigen Teilen Osttirols sowie entlang des Alpenhauptkamms von der Silvretta bis zu den Hohen Tauern bleibt die Situation ebenfalls kritisch. Dort gilt vorerst Lawinengefahrenstufe 3.

Appell zu Zurückhaltung abseits der Pisten

Sicherheitslandesrätin Astrid Mair mahnt eindringlich zur Vorsicht abseits gesicherter Pisten. Nach einer kurzen Entspannung zu Wochenbeginn steige die Gefahr nun wieder deutlich an. Auch Norbert Lanzanasto vom Lawinenwarndienst des Landes Tirol warnt vor Skitouren und Variantenfahrten im freien Gelände. Diese sollten – wenn überhaupt – nur in mäßig steilem Terrain erfolgen, zudem seien Auslaufbereiche großer Lawinen unbedingt zu beachten.

Negativlawinen unbedingt melden

Besonders wichtig bleibt die rasche Meldung sogenannter Negativlawinen, also Lawinenabgänge ohne Personenbeteiligung. Jede Beobachtung soll unverzüglich an die Leitstelle Tirol gemeldet werden, um unnötige Sucheinsätze zu vermeiden. Meldungen sind über den Notruf 144, den Alpinnotruf 140 oder die SOS-EU-Alp-App möglich.

Die Behörden appellieren eindringlich an Wintersportler, ihre Tourenpläne kritisch zu hinterfragen und bei erhöhter Gefahr konsequent auf gesicherte Abfahrten und Routen auszuweichen.

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