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Österreichs Bevölkerung wächst nur noch leicht

Tips Logo Thomas Leitner, 09.02.2026 10:19

Österreich wächst weiter, aber immer langsamer. 2025 nahm die Bevölkerung nur noch leicht zu. Wien bleibt klarer Wachstumsmotor, viele Regionen verlieren Einwohner.

Bevölkerung in Österreich wächst langsam (Foto: blvdone/adobe.stock)
Bevölkerung in Österreich wächst langsam (Foto: blvdone/adobe.stock)

Österreich ist 2025 weiter gewachsen – allerdings deutlich langsamer als in den Jahren davor. Zu Jahresbeginn 2026 lebten laut vorläufigen Daten der Statistik Austria 9.219.113 Menschen im Land. Das entspricht einem Plus von rund 21.900 Personen oder 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit setzt sich der seit 2022 klar erkennbare Trend eines abnehmenden Bevölkerungswachstums fort.

Wien bleibt klarer Wachstumsmotor

Den mit Abstand größten Zuwachs verzeichnete erneut Wien. Die Bundeshauptstadt wuchs um 0,7 Prozent und zählt nun mehr als 2,04 Millionen Einwohner. Rund zwei Drittel des gesamten Bevölkerungsanstiegs in Österreich entfielen damit allein auf Wien. Alle übrigen Bundesländer lagen unter dem Bundesdurchschnitt. Tirol und Salzburg erreichten knapp 0,2 Prozent, Niederösterreich, Oberösterreich und Vorarlberg jeweils nur 0,1 Prozent. In der Steiermark und Kärnten stagnierte die Bevölkerungszahl nahezu, im Burgenland kam es sogar zu einem leichten Rückgang.

Starke regionale Unterschiede

Auch auf Bezirksebene zeigen sich deutliche Gegensätze. Während Städte wie Wiener Neustadt und Eisenstadt mit jeweils plus 1,8 Prozent kräftig wuchsen, schrumpften vor allem periphere Regionen. Besonders stark betroffen waren Murau und Bruck-Mürzzuschlag in der Obersteiermark sowie Gmünd im Waldviertel. Innerhalb Wiens legten vor allem Donaustadt, Leopoldstadt und Landstraße zu, während die Innere Stadt die größten Verluste verzeichnete.

Jeder Fünfte ohne österreichischen Pass

Zum 1. Jänner 2026 lebten rund 1,89 Millionen Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Österreich. Ihr Anteil stieg auf 20,5 Prozent. Besonders hoch ist dieser in Wien mit 37 Prozent, während Burgenland, Niederösterreich und Kärnten die niedrigsten Werte aufweisen.


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