Weststrecke: Bauarbeiten sorgen für Zugausfälle und längere Fahrzeiten zwischen Linz und St. Valentin
NIEDERÖSTERREICH/OÖ. Pendler und Reisende müssen sich auf Einschränkungen einstellen. Auf der stark befahrenen Weststrecke wird eine Woche lang intensiv gebaut.
Die Weststrecke zählt zu den wichtigsten Bahnadern Österreichs – nun steht sie kurzzeitig im Zeichen umfangreicher Bauarbeiten. Von 15. bis 22. März 2026 führen die ÖBB zwischen Linz Hauptbahnhof und St. Valentin zentrale Instandhaltungsmaßnahmen durch. Für Fahrgäste bedeutet das Fahrplanänderungen, Umleitungen und teilweise Zugausfälle – Ziel ist jedoch eine langfristig zuverlässigere Weststrecke.
Rund-um-die-Uhr-Baustelle auf der Weststrecke
Um die Beeinträchtigungen möglichst kurz zu halten, wird sieben Tage lang durchgehend gearbeitet. Sämtliche Züge werden während dieser Zeit über Enns umgeleitet. Dadurch können die Maßnahmen gebündelt und ohne längere Sperren umgesetzt werden. Trotz der Bauarbeiten bleibt laut ÖBB ein stabiles Mobilitätsangebot aufrecht.
Millionen-Investition in Gleise und Weichen
Zwischen St. Valentin und Linz Kleinmünchen wird das Schotterbett auf einer Länge von rund drei Kilometern komplett erneuert. Zusätzlich werden zehn Weichen instandgesetzt. Zum Einsatz kommen dabei spezielle Großbaumaschinen. Die Investitionssumme für dieses Baupaket beträgt rund vier Millionen Euro. Durch die Bündelung der Arbeiten sollen spätere Einzelbaustellen vermieden werden.
Fern- und Nahverkehr spürbar betroffen
Im Fernverkehr werden alle Züge der ÖBB sowie der Westbahn über Enns geführt. Dadurch ändern sich Abfahrts- und Ankunftszeiten östlich von Linz, die Fahrzeit zwischen Linz und Wien verlängert sich um etwa zehn Minuten. Teilweise entfallen bei RJX-Zügen Halte in Wien Meidling, auch Verbindungen zum Flughafen Wien sowie nach Budapest und Bratislava sind angepasst. Zudem kommt es im Nachtverkehr bei Nightjet- und EuroNight-Zügen zu Änderungen.
Im Nahverkehr verkehren die Züge der Linie S1 zwischen St. Valentin und Linz Hauptbahnhof weiterhin stündlich, der Halbstundentakt gilt jedoch nur bis 8 Uhr. Auch auf der Linie REX33 sind Fahrplananpassungen vorgesehen.
Vorsicht bei Anschlüssen
Besonders zu beachten sind geänderte Anschlussverbindungen in St. Valentin, Amstetten und St. Pölten Hauptbahnhof. Mehrere Anschlüsse zwischen Fern- und Nahverkehr können nicht erreicht werden, was zusätzliche Reisezeit bedeutet. Betroffen sind unter anderem die Donauuferbahn, die Rudolfsbahn sowie regionale Verbindungen rund um den Knoten St. Pölten. Ergänzend stehen auf der Donauuferbahn Regionalbusse des OÖVV zur Verfügung.
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