Englische Fußball Nationalspielerin nach Fehlgeburt vor Rückkehr ins Training
BIRMINGHAM. England-Teamspielerin Missy Bo Kearns hat erstmals ausführlich über ihre Fehlgeburt und eine anschließende Sepsis gesprochen. Die 25-Jährige von Aston Villa fühlte sich am 18. März am Trainingszentrum Bodymoor Heath plötzlich krank. Nach ärztlichem Rat wurde sie ins Krankenhaus gebracht, wo sie vom Verlust ihres Babys erfuhr.

Wie AOL am 27. April 2026 berichtet, hatte Kearns zuvor gemeinsam mit ihrem Partner Liam Walsh die Schwangerschaft öffentlich gemacht. Wenige Wochen später verschlechterte sich ihr Zustand während des Trainingsbetriebs deutlich.
Die Klubärztin Jodie Blackadder-Weinstein riet der Mittelfeldspielerin, sofort ihren Partner zu kontaktieren und in ein Krankenhaus zu fahren. Dort wurde neben der Fehlgeburt auch eine Sepsis festgestellt. Kearns schilderte später, dass sie körperlich zuvor noch trainiert hatte und die Nachricht für sie völlig unerwartet kam.
Rückkehr erfolgt behutsam
Kearns ist inzwischen wieder am Trainingsgelände von Aston Villa. Der Klub überwacht ihre Rückkehr eng, auch weil sie nach der Erkrankung körperlich und mental Zeit braucht. Ein Pflichtspiel noch in dieser Saison erwartet sie nicht.
Die Fußballerin arbeitet nun an ihrer Fitness und will sich Schritt für Schritt auf die kommende Vorbereitung einstellen. Ihr Ziel bleibt ein Platz im englischen Team für die Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien.
Warnung vor stiller Belastung
Kearns sprach auch über die seelischen Folgen der Fehlgeburt. Sie machte deutlich, dass Betroffene sich keine Schuld geben sollten und Unterstützung suchen können.
Die 25-Jährige verwies darauf, dass viele Menschen nach einer Fehlgeburt nicht offen darüber sprechen. Sie wolle dazu beitragen, dass Betroffene seltener allein mit ihrer Trauer kämpfen.


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