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WIEN. Wer in Österreich noch mit Gas heizt oder im Bestand eine neue Gastherme plant, sollte die langfristigen Kosten genau prüfen. Eine aktuelle Warnung aus Deutschland zeigt, dass schrumpfende Gasnetze und weniger Kundschaft das Heizen mit Gas deutlich verteuern können.

Wer in Österreich eine neue Gasheizung plant, sollte langfristige Kosten und Vorgaben prüfen. Experten warnen vor steigenden Netzgebühren. Foto: Alina/stock.adobe.com

Wie Merkur am 06. Juli 2026 berichtet, warnt das Fraunhofer-Institut vor einem wirtschaftlichen Problem bei Gasheizungen: Wenn immer mehr Haushalte auf Wärmepumpen, Fernwärme oder andere erneuerbare Systeme wechseln, bleiben die Kosten für das Gasnetz auf weniger Kundinnen und Kunden verteilt.

Für Österreich ist die Debatte besonders relevant, weil der Gebäudesektor bis 2040 klimafreundlicher werden soll. In Neubauten dürfen seit dem Erneuerbare-Wärme-Gesetz keine neuen Anlagen mehr errichtet werden, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden können.

Bestehende Gasheizungen im Fokus

Im Bestand geht es vor allem um die Frage, ob sich eine neue Gastherme noch über ihre typische Lebensdauer rechnet. Eine Heizung läuft oft viele Jahre, während Energiepreise, Netzgebühren und politische Vorgaben weiter in Richtung erneuerbare Wärme gehen.

Das Risiko liegt nicht nur beim Gaspreis selbst. Wenn weniger Haushalte ans Gasnetz angeschlossen bleiben, können die Fixkosten für Betrieb, Wartung und Infrastruktur pro Anschluss steigen.

Biogas bleibt unsicherer Faktor

Ein häufiger Ausweg in der Diskussion ist erneuerbares Gas. Doch ob Biogas oder andere klimafreundliche Gase in ausreichender Menge und zu leistbaren Preisen für private Haushalte verfügbar sein werden, ist offen.

Für viele Haushalte kann daher eine unabhängige Beratung vor einem Heizungstausch sinnvoll sein. Entscheidend sind Gebäudezustand, Dämmung, Anschlussmöglichkeiten an Fernwärme, Platz für Technik und die Förderlage.

Umstieg früh planen

Wer seine alte Gasheizung ersetzen muss, sollte mehrere Varianten vergleichen. Wärmepumpe, Pellets, Nahwärme oder Fernwärme können je nach Lage und Gebäude langfristig stabilere Optionen sein.

Klar ist: Eine neue Gasheizung kann kurzfristig günstiger wirken, langfristig aber teuer werden. Gerade in Österreich lohnt sich der Blick auf die Wärmeplanung der Gemeinde und auf verfügbare Förderungen, bevor investiert wird.


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