Medikamente bei Hitze: Diese 6 Fehler können die Wirkung gefährden
ÖSTERREICH. Sommerhitze kann Arzneimittel schneller belasten, als viele denken. Mit einfachen Regeln bleibt die Hausapotheke auch an heißen Tagen sicher.

Sommer, Sonne, Hitzestau: Was für viele nach Urlaub klingt, kann für Medikamente rasch zum Problem werden. Arzneimittel reagieren empfindlich auf Wärme, Feuchtigkeit und direkte Sonne.
Das Tückische daran: Ob Tabletten, Tropfen oder Salben gelitten haben, sieht man oft nicht sofort. Wer seine Hausapotheke richtig lagert, schützt die Qualität und sorgt für verlässliche Anwendung.
Packung zuerst lesen
Der wichtigste Blick gilt Verpackung und Packungsbeilage. Hinweise wie „nicht über 25 Grad lagern“, „im Kühlschrank lagern“ oder „vor Licht schützen“ haben Vorrang. Für die meisten Medikamente eignet sich ein kühler, trockener und dunkler Platz. Schlafzimmer oder Abstellraum sind meist besser als Bad oder Küche.
Bad und Küche sind tabu
Im Badezimmer sorgen Wasserdampf und Temperaturschwankungen für ungünstige Bedingungen, in der Küche kommen Hitze und Feuchtigkeit dazu. Das gilt auch für Nahrungsergänzungsmittel. Die Hausapotheke sollte daher besser in einem trockenen Nebenraum stehen.
Kühlschrank nur bei Bedarf
Nicht jedes Medikament gehört automatisch in den Kühlschrank. Kälte kann manchen Präparaten sogar schaden. Kühlpflichtige Arzneimittel wie Insulin oder bestimmte Augentropfen werden meist bei 2 bis 8 Grad Celsius gelagert. Rückwand und Kühlschranktür sind dafür ungeeignet.
Auch unterwegs lauert Gefahr. Medikamente sollten im Sommer nie im Auto liegen bleiben. Für längere Wege helfen Isoliertaschen oder bei kühlpflichtigen Präparaten passende Kühltaschen mit Abstand zum Kühlakku.
Martin R. Geisler von ApoLife rät, bei Unsicherheit ein zu warm gewordenes Medikament in die Apotheke zu bringen und prüfen zu lassen.


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