Tierquälerei-Prozess in Deutschland: Verstörende Vorwürfe gegen Hundebesitzer
LÖRRACH/DEUTSCHLAND. Ein 38-jähriger Mann aus Zell im Wiesental muss sich seit Montag vor dem Amtsgericht Lörrach verantworten. Ihm wird Tierquälerei in vier Fällen vorgeworfen, unter anderem wegen mutmaßlicher Lebendverfütterung von Kaninchen an Hundewelpen.

Wie der SWR am 7. Juli 2026 berichtet, geht es in dem Verfahren auch um ein Hundetraining in Grenzach-Wyhlen. Dort soll der Angeklagte einem Rottweiler mit einem Elektroschockhalsband Stromstöße versetzt haben.
Im Gerichtssaal wurde dazu ein Video gezeigt. Darauf soll zu sehen sein, wie der Hund während des Trainings plötzlich aufjault.
Vorwürfe rund um Hundewelpen
Ein weiterer Vorwurf betrifft zwei Fälle, bei denen lebende Kaninchen in einen Zwinger gesetzt worden sein sollen. Dort befanden sich sieben Schäferhund-Welpen.
Nach Angaben aus der Verhandlung sollen die Kaninchen von den Hunden getötet worden sein. Eine Lebendverfütterung ist nach deutschem Tierschutzrecht nur in engen Ausnahmefällen möglich, wenn ein vernünftiger Grund vorliegt.
Weitere Verhandlung geplant
Vor Gericht wurde außerdem der Tod eines Hundes thematisiert, der sich in der Obhut des Mannes befunden haben soll. Ein Bekannter des Beschuldigten gab an, das Tier in einem Basler Schlachthaus entsorgt zu haben.
Der Angeklagte äußerte sich laut Bericht nicht zu den Vorwürfen. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen, mindestens ein weiterer Verhandlungstag soll folgen.


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