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TIROL/ZILLERTAL. Der Bund beteiligt sich an der Modernisierung der Zillertalbahn und schafft damit die finanzielle Grundlage für den Umstieg von Dieselzügen auf moderne Akku Hybrid Züge. Mit der Aufstockung des Mittelfristigen Investitionsprogramms für Privatbahnen sollen Infrastruktur und Fahrzeugflotte in den kommenden Jahren erneuert werden.

Die Zillertalbahn wird modernisiert (Foto: Tom Leitner)
Die Zillertalbahn wird modernisiert (Foto: Tom Leitner)

Wie das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur mitteilte, wird das Mittelfristige Investitionsprogramm für Privatbahnen ab 2027 um jährlich 25 Millionen Euro aufgestockt. Damit wächst das Bundesbudget für die Infrastruktur der Privatbahnen auf rund 114 Millionen Euro pro Jahr.

Zusätzlich sagte der Bund dem Land Tirol eine anteilige Mitfinanzierung für die Beschaffung neuer elektrisch betriebener Fahrzeuge zu. Damit können die Zillertaler Verkehrsbetriebe die Ausschreibung für die neuen Züge vorbereiten.

Dekarbonisierung bis 2030

Mit der Modernisierung soll die derzeit dieselbetriebene Zillertalbahn schrittweise auf Akku Hybrid Züge umgestellt werden. Die bestehenden Fahrzeuge haben das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht. Das Land Tirol sieht in dem Projekt einen wichtigen Schritt zur Dekarbonisierung des öffentlichen Verkehrs. Der Start des emissionsfreien Bahnbetriebs ist für das Jahr 2030 vorgesehen.

Die neuen Fahrzeuge sollen barrierefrei sein und den öffentlichen Nahverkehr im Zillertal sowohl für Pendler als auch für Gäste attraktiver machen.

Investitionen stärken Region

Neben den Verbesserungen im Bahnverkehr erwarten die Projektpartner wirtschaftliche Impulse für die Region. Die Modernisierung umfasst neben neuen Fahrzeugen auch Investitionen in Ladeinfrastruktur, Unterwerke und weitere Bahnanlagen. Dadurch sollen Aufträge für die heimische Bahnindustrie und die Bauwirtschaft entstehen sowie Arbeitsplätze gesichert werden.

Die Zillertalbahn gilt als wichtiger Bestandteil der touristischen Infrastruktur Tirols und verbindet zahlreiche Gemeinden mit den Tourismusgebieten des Tales. Für die mehrheitlich beteiligten Gemeinden ist das Projekt zugleich ein langfristiges Bekenntnis zum öffentlichen Verkehr in der Region.


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