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STEIERMARK. Die Steiermark zieht einen Schlussstrich unter die Gendersprache: In der Landesverwaltung gelten ab sofort neue und deutlich strengere Sprachregeln.
 

Land Steiermark schafft Gendern ab (Foto: KI generiert)
Land Steiermark schafft Gendern ab (Foto: KI generiert)

Die Steiermark schafft das Gendern in der offiziellen Kommunikation der Landesverwaltung ab. Ein neuer Kommunikationserlass legt fest, wie Schreiben, E-Mails, Presseaussendungen und weitere Informationen des Landes künftig formuliert werden müssen. Sonderzeichen, Binnen-I und vergleichbare Schreibweisen sind darin nicht mehr vorgesehen.

Statt komplizierter Gendersprache sollen die Mitarbeiter des Landes verständliche und gut lesbare Formulierungen verwenden. Bevorzugt werden neutrale Begriffe wie „Person“, „Fachkraft“ oder „Leitung“. Wo das nicht möglich ist, können Frauen und Männer ausdrücklich genannt werden.

Kunasek will „sprachliche Normalität“

Landeshauptmann Mario Kunasek macht keinen Hehl daraus, was mit der Neuregelung erreicht werden soll. Die Landesregierung wolle die Verständlichkeit verbessern und zu einer normalen, klaren Amtssprache zurückkehren. Die Vorgaben sollen für eine einheitliche Kommunikation innerhalb der Verwaltung und gegenüber der Bevölkerung sorgen.

Bereits zuvor hatte die blau-schwarze Landesregierung beschlossen, das Gendern aus den steirischen Gesetzen und Verordnungen zu entfernen. Insgesamt wurden dafür 235 Landesgesetze ins Visier genommen. Eine Generalklausel stellt klar, dass Personenbezeichnungen grundsätzlich für alle Menschen gelten. 

Kein Verbot für Medien und Privatpersonen

Die neuen Regeln gelten allerdings nicht für die gesamte Bevölkerung. Medien, Unternehmen, Vereine und Privatpersonen können weiterhin selbst entscheiden, welche Sprache sie verwenden. Auch Gemeinden sind nicht automatisch an den Erlass der Landesverwaltung gebunden.

Politisch dürfte die Entscheidung dennoch weit über die Steiermark hinaus für Diskussionen sorgen. Befürworter sehen darin einen überfälligen Schritt gegen schwer lesbare Formulierungen und sprachliche Verrenkungen. Kritiker befürchten hingegen, dass bestimmte Gruppen künftig weniger sichtbar gemacht werden.

Die Steiermark bleibt jedenfalls bei ihrem Kurs: In Gesetzen und in der Landesverwaltung soll künftig wieder eine klare, verständliche und einheitliche Sprache verwendet werden.

 


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