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Brechdurchfall: Frankreich warnt Wanderer vor Wasser aus Gebirgsbächen in den Pyrenäen

Tips LogoNiklas Killinger, 22.07.2026 09:58

BARÈGES/FRANKREICH. Nach mehreren schweren Magen Darm Erkrankungen bei Wanderern in den Pyrenäen raten Behörden vom Trinken von Wasser aus Bächen und Seen ab. Neun Menschen aus zwei Gruppen mussten per Hubschrauber in Krankenhäuser gebracht werden.

Nach schweren Erkrankungen bei Wanderern warnen Behörden in den Pyrenäen vor Wasser aus Bächen und Seen. (Symbolbild); Foto: hannes6380/stock.adobe.com

Wie die Zeit am 21. Juli 2026 berichtet, hatten die Betroffenen zuvor Wasser aus natürlichen Gewässern der Bergregion getrunken. Bereits am Tag davor war eine weitere Wanderin nach dem Trinken von Bachwasser erkrankt.

Die Präfektur des Départements Hautes Pyrénées weist darauf hin, dass auch klar wirkendes Gebirgswasser mit Keimen belastet sein kann. Als mögliche Ursachen gelten Verunreinigungen durch Tiere und menschliche Abfälle.

Mehr als 50 Einsätze im Vorjahr

Die Bergrettung verzeichnete 2025 laut Bericht mehr als 50 Notfälle nach dem Konsum von Gebirgswasser. Für Wanderungen empfehlen die Einsatzkräfte daher, ausreichend Trinkwasser mitzunehmen oder Flaschen in bewirtschafteten Hütten aufzufüllen.

Als Richtwert nennt die Präfektur einen halben Liter Wasser pro Stunde Wanderzeit. Filterflaschen allein seien keine verlässliche Lösung, um Wasser aus Bächen oder Flüssen sicher trinkbar zu machen.

Vorsicht auch bei scheinbar sauberem Wasser

Der französische Wanderverband warnt ebenfalls vor möglichen mikrobiologischen Belastungen in natürlichen Gewässern. Wasserfilter sollten demnach nur in Notfällen eingesetzt werden.

Für Touren in den Bergen gilt daher: Trinkwasservorrat vor dem Start planen und natürliche Wasserquellen nicht als sichere Versorgung einrechnen.


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