„Mutige Frauen braucht das Land“
OÖ. In vielen politischen Gremien, Verbänden und Vereinen tragen überwiegend noch immer Männer die Verantwortung. Lediglich sechs Prozent der Bürgermeister sind Frauen, in den Landtagen sind nur 30 Prozent der Abgeordneten weiblich. Auch in den agrarischen Gremien muss noch intensiv an der Ausgewogenheit der Geschlechter gearbeitet werden.

„Noch nie hatten wir Menschen so viele Möglichkeiten wie heute, das gilt auch für uns Frauen und Bäuerinnen“, ist Landesbäuerin Johanna Haider überzeugt. Deshalb ermuntert sie die Frauen: „Bringt euch ein, zeigt, was ihr könnt, wer ihr seid und welche Visionen ihr für die Zukunft habt.“ Gerade in der Land- und Forstwirtschaft, in der über 40 Prozent der Betriebe von Bäuerinnen geführt werden, sind die Kompetenzen der Frauen besonders wichtig.
In der Vielfalt liegt die Stärke
Das Bild der modernen Bäuerin vielfältiger ist denn je. Es gibt Betriebsleiterinnen im Haupt- und Nebenerwerb, Bäuerinnen, die ihren eigenen Betriebszweig führen beispielsweise im Rahmen einer Erwerbskombination (Urlaub am Bauernhof, Pflege, Direktvermarktung, Schule am Bauernhof etc.), Bäuerinnen, die den elterlichen Betrieb weiterführen und Bäuerinnen, die nicht aus der Landwirtschaft kommen und in den landwirtschaftlichen Betrieb eingeheiratet haben.
Bäuerin sein heißt auch, sich ehrenamtlich zu engagieren, um der Landwirtschaft eine starke Stimme zu geben. Das Engagement der Bezirks- und Ortsbäuerinnen, in der politischen Interessensvertretung, der Erwachsenenbildung, in sozialen Berufen und im Dialog mit den Konsumenten ist eine der Stärken der Bäuerinnenorganisation.
„Wir bringen uns ein, wo Landwirtschaft, Lebensmittel, soziales Engagement und Umwelt wichtig sind und die Gesellschaft gefordert ist, dafür etwas zu tun“, freut sich die Landesbäuerin über das Engagement ihrer Mitstreiterinnen.


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