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Mordalarm in Obernberg am Inn: Was bisher bekannt ist (Update 20.1., 14 Uhr)

Tips Logo Online Redaktion, 20.01.2024 14:00

OBERNBERG AM INN. In der Nacht auf Freitag soll ein 22-Jähriger in Obernberg am Inn seinen Vater (59) erstochen haben. Mittlerweile hat die Polizei einzelne Details bekannt gegeben. 

Foto: Pressefoto Scharinger/Daniel Scharinger
Foto: Pressefoto Scharinger/Daniel Scharinger

Der mutmaßliche Täter hat nach einem vorangegangenem Streit mehrmals auf seinen Vater eingestochen. „Dieser konnte sich noch zu Nachbarn retten, die einen Notruf absetzten. Kurze Zeit später erlag das Opfer im Krankenhaus Ried seinen Verletzungen. Der 22-Jährige, der sich währenddessen mit einer Langwaffe im Haus aufhielt, wurde vom Einsatzkommando Cobra festgenommen. Bei seiner Verhaftung gab er an, dass der Vater im Zuge des Streites auf ihn geschossen habe. Die Tatortgruppe des Landeskriminalamtes konnte im Zuge der Spurensicherung eruieren, dass aus der Waffe zwei Schüsse abgefeuert worden waren. Die näheren Umstände dieser Schussabgabe sind Teil der noch laufenden Ermittlungen“, berichtet die Polizei.

Update

Mittlerweile konnte der 22-Jährige befragt werden, er hat die Tat gestanden. Vor dem Streit hatte der Mann Psychopharmaka eingenommen, diese hätten ihn sehr müde gemacht, weshalb er am nächsten Tag nicht zur Arbeit wollte; das sei auch der Grund für die Auseinandersetzung mit seinem Vater gewesen.

Danach habe der mutmaßliche Täter zwei Schüsse gehört und wenig später den Vater mit dem Gewehr gesehen. „Der Sohn hat nicht angegeben, dass der Vater die Waffe auf ihn gerichtet habe oder auf ihn schießen wollte“, stellt Alois Ebner, Sprecher der Staatsanwaltschaft Ried klar: „Die Notwehrvariante rückt aus meiner Sicht in weite Ferne.“

Nach den Schüssen habe der 22-Jährige mit einem Jausenmesser auf seinen Vater eingestochen; neun Mal in Brust, Bauch und Rücken, wie die Obduktion zeigte. Seine Mutter wurde bei der Auseinandersetzung ebenfalls verletzt, wie genau, ist allerdings noch nicht klar, sie konnte noch nicht einvernommen werden. 

Die Staatsanwaltschaft wird noch heute U-Haft für den mutmaßlichen Täter beantragen.


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