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OÖ KulturExpo 2024: Im Brucknerjahr wird ganz Oberösterreich zur Bühne

Tips Logo Marlis Schlatte, 30.06.2023 14:01

OÖ/ANSFELDEN. Anlässlich des 200. Geburtstags von Anton Bruckner wird ganz Oberösterreich im Rahmen der OÖ KulturExpo 2024 zur Bühne. Viele Institutionen haben Projekte dafür eingereicht - aus den 130 Einreichungen wurden nun 18 Projekte ausgewählt, die Teil der KulturExpo Jahr 2024 werden.

v.l.: Bürgermeister Bernd Schützeneder (St. Florian), Norbert Trawöger, Landeshauptmann Thomas Stelzer, Kulturdirektorin Margot Nazzal und Bürgermeister Christian Partoll (Ansfelden). (Foto: Land OÖ/Peter C. Mayr)
v.l.: Bürgermeister Bernd Schützeneder (St. Florian), Norbert Trawöger, Landeshauptmann Thomas Stelzer, Kulturdirektorin Margot Nazzal und Bürgermeister Christian Partoll (Ansfelden). (Foto: Land OÖ/Peter C. Mayr)

Anton Bruckners 200. Geburtstag wird als Anlass genommen, die OÖ KulturExpo aus der Taufe zu heben. Nun will das Kulturland OÖ in den Raum gehen und das ganze Bundesland zur Bühne machen. Die oberösterreichischen Bruckner-Orte, also dort wo geografischer Bezug zum Komponisten besteht, bilden den „Zentralraum“ dieser OÖ KulturExpo.„Anton Bruckner kommt nicht aus einer großen Stadt, sondern vom Land - und wir gehen jetzt hinein ins Land. Oberösterreich, einer der klingendsten Kulturräume Europas, wird 2024 zu einem außergewöhnlichen Resonanzraum, den wir alle gemeinsam in Schwingung bringen. Bruckner bewegt uns dazu - und die Bewegung ist das Ziel“, erläutert Norbert Trawöger, künstlerischer Leiter „Anton Bruckner 2024“.

„Das Kulturland Oberösterreich beschreitet mit seiner ersten KulturEXPO Neuland: wir werden mit einem ambitionierten, inspirierenden Programm zeigen, wie Anton Bruckner auch 200 Jahre nach seiner Geburt Oberösterreich kulturell und künstlerisch bewegt“, erklärt Landeshauptmann Thomas Stelzer.

Die Phantastische, Locus iste und BrucknerBläserBrücke

130 Projektideen wurden im Rahmen des Förderungscalls eingereicht, aus denen nun 18 Projekte umgesetzt werden. In den nächsten Wochen sollen diese terminlich für das Jahr 2024 fixiert werden. Verteilt in ganz Oberösterreich finden folgenden 18 Projekte statt:

  • Bruckner’s Beats. Transitheart Productions coop Holy Hydra mit E:K:V und weiteren Live-Acts
  • Komponieren in HIMMLISCHER HÖHE. Eine Kompositionswerkstatt. Uraufführung mit cantando Admont. Bischof-Rudigier-Stiftung in Kooperation mit der Dommusik Linz
  • Klangwald für Anton Bruckner. Peter Androsch
  • Bruckner in der Brucknerstraße. 9 Symphonien in 9 Minuten: Oberösterreichs Bevölkerung spielt Anton Bruckner. David Wagner
  • Halluzination. Anton Bruckners Phantasmagorie. Crystn Hunt Akron, Chris Noelle, Ali Nikrang
  • Die Phantastische. Sigi Fruhauf und Jutta Strohmaier mit Studierenden der Abteilungen Kunst und Gestaltung sowie Zeitbasierte Medien an der Kunstuniversität Linz
  • Locus iste - Sound of Bells. Internationale Meisterkurse Bad Goisern
  • Radio FRO(h)sinn 024 – lässt AnTon „Brucknern“. Radio für Senioren / FRO, Manfred Pilsz
  • B R U C . K i N d E R . S P I E L. Bruckners Werk in neuen Farben und Formen. Workshop in Schulen. Nina Fountedakis
  • Lern-(Ge)Denkort zum 17jährigen Schulg’hüfen Anton Bruckner. Verein Anton Bruckner Salon Windhaag bei Freistadt.
  • Bruckner on Tour_Plopp! Kunstautomat. Helene Huemer
  • Für Theresia. Anton Bruckner: eine HerStory. Zoe Goldstein.
  • Und ich will mit Anton tanzen. SILK Fluegge
  • Melodische Strömungen am Fluss – Eine BrucknerBläserBrücke zwischen Linz und Neufelden. HEIM.ART-Kulturverein Joachim Eckl und Michael Pisaro
  • Dark Matter. Lucas Norer
  • Symphonie No.5 Guitar Ensemble
  • WhatsAB. Rainer Zendron, Bernd Preinfalk, Sigurd Hennemann
  • BruQner – von der klassischen Musik zur Quantenphysik. Philipp Haslinger, Clemens Wenger, Enar de Dios Rodríguez, Martin Ringbauer, Martin van Mourik, Milena Guevara-Bertsch, Claire Edmunds, Christian Marciniak, Richard Küng

Auch auf dem regulären Förderweg sollen Bruckner-Projekte unterstützt werden, etwa die Brucknertage in St. Florian oder der Brucknerfrühling des Brucknerbunds Ansfelden.

Franz Welser-Möst in Ansfelden

Kooperationspartner für die Umsetzung von Projekten im ländlichen Raum ist die „Leader Region Linz Land“ mit ihrem Projekt Bruckner200 sowie dem von ihr initiierten „AB GEM“-Projekt (Anton Bruckner Gemeinsam Erlebbar Machen), einer Vernetzung von Gemeinden mit biographischen Brucknerbezügen in Oberösterreich.

Besonderen Status hat die Stadtgemeinde Ansfelden als Geburtsort des Komponisten. „Wir werden uns 2024 dem Genie Bruckner von verschiedenen Seiten her nähern, von der Musik über die Kunst bis hin zum Sport und Tourismus. Ein ganz besonderes Highlight wird die Neugestaltung des Symphoniewanderweges - dieser soll aufgefrischt und erlebbar werden. Dieser Weg wird in Zusammenarbeit der Gemeinden Ansfelden und St. Florian und mit Unterstützung von EU-LEADER-Fördermitteln zu einem intensiven haptisch-spielerischen Erlebnis inkl. digitaler Vermittlungsschiene umgestaltet. Punktgenau zu Bruckners 200. Geburtstag am 4. September ist Franz Welser Möst mit dem Cleveland Orchester in Ansfelden zu Gast“, sagt Ansfeldens Bürgermeister Christian Partoll.

Es „brucknert“

Nach Ansfelden wirkte Bruckner auch lange Zeit in der Gemeinde St. Florian. „Anton Bruckner – der wohl berühmteste Sängerknabe – ist in St. Florian stark verortet. Alleine durch seine letzte Ruhestätte, aber auch durch sein umfangreiches Werk und die vielen kulturellen Kristallisationspunkte, die er uns in St. Florian hinterlassen hat. Es wird eine große Palette an Projekten entwickelt, von innovativen Vermittlungsformaten, nachhaltigen regionaltouristischen Angeboten bis hin zu an die 100 verschiedensten Veranstaltungen, die 2024 in der Region Linz-Land den großen Komponisten hoch leben lassen“, so Bernd Schützeneder, Bürgermeister von St. Florian. Etwa soll es ein Public Viewing des Neujahrskonzerts geben oder eine Open-Air-Übertragung von Konzerten in der Stiftsbasilika. „Es brucknert jetzt schon und wird noch viel mehr brucknern im Jahr 2024!“, so Schützeneder

Anton Bruckner in den Schulen

Auch Kultur- und Musikvermittlung sollen im Bruckner-Jahr 2024 eine wichtige Rolle spielen. „Wir wollen das kulturelle Gedächtnis der Bevölkerung auffrischen. Dazu wurden mit einer eigenen Vermittlungs-'Task Force' unter Einbeziehung mehrerer Kulturinstitutionen wie auch der Wissenschaft, Formate entwickelt, die neben Erwachsenen auch ganz besonders Kinder und Jugendliche niederschwellig und spielerisch ansprechen sollen“, erklärt Kulturdirektorin Margot Nazzal. Für den Schulbereich wurden neue, direkt umsetzbare Arbeitsunterlagen samt Musikbeispielen für alle Schulstufen erstellt. Unterlagen für weitere Fächer wie z.B. Deutsch, Sachunterricht und Mathematik werden laufend über den Sommer hinzugefügt.

Das Vermittlungsprogramm adressiert unterschiedlichste Zielgruppen und ist auf der Website www.anton-bruckner-2024.at für Interessierte zugänglich.

Weitere Informationen zum Brucknerjahr sind auf der Website www.anton-bruckner-2024.at zu finden.


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