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Im heurigen Sommer 14 Verkehrstote in Oberösterreich: seit Jahresanfang 58 Todesopfer

Tips LogoLena Brandstätter, 01.09.2021 14:24

OÖ. Im heurigen Juli und August kamen in Oberösterreich 14 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, informiert der Verkehrsclub Österreich. Die Opferzahl ist damit um eins niedriger als im Sommer des Vorjahres. Seit Jahresbeginn wurden in Oberösterreich 58 Menschen bei Verkehrsunfällen getötet, das ist im Bundesländer-Vergleich leider die höchste Anzahl.

Verkehrsunfälle in OÖ Foto: elmar gubisch/shutterstock.com
Verkehrsunfälle in OÖ Foto: elmar gubisch/shutterstock.com

Die Hauptursachen der tödlichen Verkehrsunfälle in Oberösterreich sind ein zu hohes Tempo sowie Ablenkung und Unachtsamkeit. Wirksame Maßnahmen, um die Zahl schwerer Verkehrsunfälle zu reduzieren, sind die Erweiterung des Vormerksystems um Schnellfahren und Handy am Steuer sowie niedrigere Tempolimits im Ortsgebiet und auf Freilandstraßen, betont der Verkehrsclub Österreich.

Strafen für Raser als erster Schritt um Verkehrsunfälle zu reduzieren

Die höheren Strafen für Raser, die seit heute gelten, können nur ein erster Schritt sein, so der VCÖ. „Tempolimits werden in Österreich von zu vielen als Mindestgeschwindigkeit und nicht als Höchstgeschwindigkeit betrachtet. Es ist insgesamt das Bewusstsein zu schärfen, dass zu schnelles Fahren alles andere als ein Kavaliersdelikt ist, sondern fatale Folgen haben kann“, sagt der VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. In der Führerscheinausbildung sollte ein stärkerer Fokus auf die Folgen von zu hohem Tempo gelegt werden.

Auch sind die zu hohen Toleranzgrenzen beim Überschreiten von Tempolimits nach Schweizer Vorbild zu reduzieren, die Einhaltung der Geschwindigkeiten sind stärker zu kontrollieren, auch durch mehr Radarboxen. Zudem soll Schnellfahren auch in Österreich ins Vormerksystem aufgenommen werden, so wie es in den meisten Punkteführerscheinen in Europa der Fall ist. 

„Niedrigere Tempolimits mögen nicht populär sein, sie sind aber eine der wirksamsten Maßnahmen im Straßenverkehr, um die Zahl schwerer Unfälle zu verringern und damit Menschenleben zu retten“, betont VCÖ-Sprecher Gratzer. Auf Freilandstraßen sollte daher Tempo 80 die Regel und Tempo 100 nur dort erlaubt sein, wo es aus Sicht der Verkehrssicherheit zulässig ist. Um die Sicherheit im Ortsgebiet zu erhöhen, setzen international immer mehr Städte großflächig Tempo 30 um, zuletzt Paris, davor unter anderem Brüssel.

„Wo Menschen unterwegs sind, passieren Fehler, beispielsweise durch Ablenkung oder Unachtsamkeit. Niedrigeres Tempo trägt dazu bei, dass auch bei Fehlern noch rechtzeitig gebremst werden kann oder ein Zusammenstoß keine fatalen Folgen hat. Es ist wichtig, dass endlich auch in der Straßenverkehrsordnung der Schutz der Gesundheit und des Lebens absoluten Vorrang bekommt“, stellt VCÖ-Sprecher Gratzer fest.


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