"Hui statt Pfui" gestartet: Generation Z als größte Zielgruppe
OÖ. Ab heute (1. März) startet wieder eine Müllsammelaktion in ganz Oberösterreich. „Gerade in diesen Tagen ist mir wieder bewusst geworden, dass wir in einer friedlichen Wohlstandsgemeinschaft leben“, sagt Landesrat Stefan Kaineder. Es sei das größte Geschenk und deswegen haben wir eine große Verantwortung das Land sauber zu halten. Katrin Auer, stellv. Vorsitzende des Landesabfallverbandes, dazu: „Die Generation Z ist sicher die größte Zielgruppe, die wir ansprechen wollen.“

Von März bis Mai findet die Aktion „Hui statt Pfui“ statt. Umweltschutz und eine saubere Landschaft sind für alle Oberösterreicher wichtige Werte. Daher rufen das Umweltressort und die OÖ Umwelt Profis der Städte und Gemeinden alle freiwilligen Teilnehmer von Klein bis Groß, Schulen, Vereine und Privatpersonen auf, sich an der Kampagne zu beteiligen und Müll zu sammeln. Katrin Auer, stellv. Vorsitzende des Landesabfallverbandes, dazu: „Die Generation Z ist sicher die größte Zielgruppe, die wir ansprechen wollen.“ Bei der Generation Z spricht man von jungen Menschen, die zwischen 1995 und 2010 geboren wurden. Landesrat Stefan Kaineder zu der „Hui statt Pfui“- Kampagne: „Bevor der Frühling kommt, putzen wir noch einmal“.
Im letzten Jahr haben rund 32.000 Oberösterreicher aus 245 Gemeinden teilgenommen. Heuer erwarte man einen neuen Rekord. So wie jedes Jahr werden Abfallsäcke und Handschuhe unter allen die sich an der Aktion beteiligen verteilt und der gesammelte Müll wird gratis entsorgt. Alle Informationen zu der Kampagne findet man auf der Onlineplattform www.huistattpfui.at. Eine Anmeldung eigener Sammelaktionen ist online und bei den Städten und Gemeinden möglich.
Statutarstädte mit eigenen Aktionen
In Steyr beteiligen sich ebenfalls jedes Jahr zahlreiche Freiwillige an der Flurreinigungsaktion „Steyr putzt“, um die Natur von achtlos weggeworfenen Abfällen zu befreien. 2021 waren es knapp 3.000 Freiwillige, die fleißig sammeln gingen. Heuer findet die Aktion vom 25. März bis 8. April statt.
In Linz wird die „Hui statt Pfui“-Aktion von der Stadt Linz und der Linz AG unter dem Titel „Linz macht sauber“ unterstützt. Auch hier werden den Teilnehmern kostenlose Säcke, Handschuhe und Greifzangen zur Verfügung gestellt.
Aufwand der Straßenmeistereien rund 1,5 Millionen Euro jährlich
Achtlos weggeworfene Zigarettenstummel, Plastikflaschen, Getränkedosen und andere Abfälle vermüllen Wiesen, Parks und Straßenränder in ganz Oberösterreich. Müll wird einfach aus dem Autofenster geworfen oder beim Spazierengehen einfach fallengelassen. Diese gedankenlose „Abfallentsorgung“ wird auch Littering genannt. Littering ist in Oberösterreich nicht erlaubt und wird mit einer Verwaltungsstrafe bestraft. Der finanzielle Aufwand der Straßenmeistereien in Oberösterreich beträgt jährlich rund 1,5 Millionen Euro. An Österreichs Autobahnen wurden im Jahr 2020 laut Asfinag rund 8.700 Tonnen Abfälle eingesammelt. Dieser Aufwand schlägt sich in zusätzlichen Kosten nieder, insgesamt 13 Millionen Euro.
Getränke und Zigaretten größtes Problem
Eine Analyse der Flurreinigungsaktionen in OÖ im Jahr 2021, die von der pulswerk GmbH durchgeführt wurde, zeigte, dass Getränkeverpackungen den mit Abstand größten Teil der gelitterten Abfälle in Oberösterreich ausmachen (nach Volumen und auch nach Masse). Betrachtet man die Stückzahl, werden jedoch Zigarettenstummel am häufigsten achtlos weggeworfen.
Einwegpfand kommt ab 2025
Der Beschluss im Nationalrat für das Einwegpfand ist ein großer Schritt in Richtung Umwelt- und Ressourcenschonung. Das Einwegpfand stellt neben der Herstellerverantwortung, überwiegend recyclebare Produkte zu erzeugen und einer nachhaltigen Konsumentenverantwortung, eine wesentliche Säule der Kreislaufwirtschaft dar. Zudem sieht die EU-Richtlinie zur Verringerung von Einwegplastik vor, dass in Österreich bis 2029 mindestens 90 Prozent der Kunststoffgetränkeflaschen getrennt gesammelt werden. Derzeit sind es rund 70 Prozent. Damit soll speziell das achtlose Wegwerfen eingedämmt und die Verschmutzung unserer Umwelt reduziert werden.


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