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Tips Logo Online Redaktion, 31.08.2022 12:08

Ö. Das Nationale Impfgremium (NIG) hat eine Empfehlung für eine Auffrischung der Corona-Schutzimpfung für alle ab 12 Jahren ausgesprochen. Ab September soll man sich die vierte Impfung holen, wenn – je nach Alter – vier bis sechs Monate seit der Grundimmunisierung vergangen sind. Bisher galt die Empfehlung nur für Menschen ab 60 Jahren und Risikopersonen.

 (Foto: fotofabrika/stock.adobe.com)
(Foto: fotofabrika/stock.adobe.com)

Zum Herbstbeginn hat das Nationale Impfgremium seine Empfehlung für die Corona-Auffrischungsimpfungen erweitert. Die vierte Impfung ist nun für alle Personen ab zwölf Jahren bei entsprechendem Abstand zur letzten Impfung - je nach Alter ab vier bis sechs Monate nach dem Abschluss der Grundimmunisierung (3. Impfung) - empfohlen.

„Die Auffrischungsimpfung bietet als zusätzlichen Bonus einige Wochen einen gewissen Schutz vor Neuinfektionen - vor allem verstärkt sie aber noch einmal den langanhaltenden Schutz vor einer schweren Erkrankung. Deshalb haben wir gerade jetzt - zum Schulbeginn und zum Start in den Herbst - unsere Empfehlung erweitert“, betont Herwig Kollaritsch, Mitglied des NIG.

An neue Erkenntnisse angepasst

Das NIG hat seine Empfehlung auch an aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse angepasst. Für Menschen über 60 Jahren ist eine Auffrischungsimpfung nun bereits ab vier Monate nach dem Abschluss der Grundimmunisierung empfohlen. Für jene von 18 bis 59 Jahren lautet die Empfehlung ab sechs Monate. Zudem kann eine Impfung nun auch ungeachtet einer Genesung erfolgen. Ein Abstand bis zu sechs Monaten nach einer Genesung ist aber möglich.

Kinder: Grundimmunisierung empfohlen

Bei Kindern von fünf bis elf Jahren wird empfohlen, spätestens zu Schulbeginn die Grundimmunisierung (drei Impfungen) fertigzustellen. In dieser Altersgruppe ist derzeit keine Auffrischungsimpfung empfohlen.

Steigende Zahlen im Herbst erwartet, Empfehlung zur Maske

Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) erwartet – nach einer „Atempause“ im Sommer - für den Herbst wieder deutlich steigende Infektionszahlen, er spricht auch eine Empfehlung für Maske in Innenräumen aus. „Mit Impfung und FFP2-Maske haben wir eine große Chance, gut durch den Herbst zu kommen“, so Rauch – und weiter: „Es ist wahrscheinlich, dass im Herbst eine Maskenpflicht in bestimmten Bereichen wie im öffentlichen Verkehr oder in Supermärkten wieder sinnvoll und notwendig sein wird.“

Zulassung der ersten Variantenimpfstoffe

Für Donnerstag, 1. September, wird die Zulassung der ersten Variantenimpfstoffe durch die EMA erwartet. Im September würden erste Lieferungen in Österreich eintreffen. Kollaritsch empfiehlt aber, nicht auf die Variantenimpfstoffe zu warten: „Darauf zu warten lohnt sich nicht. Wer eine Impfung plant oder sich jetzt einem erhöhten Infektionsrisiko gegenübersieht, kann auf die aktuellen Impfstoffe voll vertrauen und sollte nicht abwarten.“


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