Sicherheit im Straßenverkehr in der Herbstzeit
BEZIRK. Langsam nähert sich der Herbst - und damit auch die kältere und lichtärmere Jahreszeit. Viele Wege verlagern sich in die Dämmerung und Dunkelheit. Schlechte Sichtverhältnisse erhöhen die Unfallgefahr.

Die beiden häufigsten Ursachen von „Dunkelheitsunfällen“ waren und sind nach wie vor - wie auch bei Tageslicht - Vorrangverletzung und Unachtsamkeit.
Besonders kritisch ist die Zeit von Oktober bis Februar - in diesen Monaten ereignen sich nicht nur die meisten Unfälle bei Dämmerung und Dunkelheit, auch der Anteil an Unfällen mit Fußgängern ist deutlich höher als in den restlichen Monaten des Jahres.
Mit oftmals dramatischen Folgen. „Besonders in der dunkleren Jahreszeit ist daher Sichtbarmachen und gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsbeteiligten wichtig“.
„Dämmerung und Dunkelheit sind eine Herausforderung für die Lenker eines Fahrzeuges, die hohe Aufmerksamkeitsleistung abverlangt. Zusätzlich können Regen oder Nebel für Sichtbeeinträchtigungen sorgen.
Bei fordernden Sichtverhältnissen sollten Lenker besonders defensiv und vorsichtig fahren, indem sie mehr Abstand einhalten und die Geschwindigkeit den Gegebenheiten anpassen. Vor allem jene, die zu Fuß, mit dem Rad oder E-Scooter unterwegs sind, sollten sich zur Eigensicherheit gut sichtbar ausstatten und umsichtig unterwegs sein - sie dürfen nie davon ausgehen, dass sie automatisch gesehen werden.
- Gerade in den Morgenstunden und tagsüber in schattigen Bereichen und beim Durchfahren von Wäldern werden die Straßen durch Herabfallendes Laub nass und rutschig. Die Bremswege werden länger, die Haftung in Kurven lässt nach. Denken wir an verunreinigte und nasse Straßen – diese garantieren längere Bremswege.
- Wechsel der Sommerreifen auf Winterreifen. Vom November bis 15. April gilt die gesetzliche Winterreifenpflicht bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen.
- Vor Fahrtantritt der Fahrt soll man als Lenker/in auf beschlagfreie Fahrzeugscheiben und saubere Rückspiegel achten und durch eingeschaltetes Abblend- oder Tagfahrlicht dafür sorgen, dass man selbst von anderen Verkehrsteilnehmern gut und rechtzeitig gesehen wird. Fahrzeuge mit Licht sind eindeutig eher zu erkennen, als ohne Licht. Nutzen Sie die angebotenen kostenlosen Lichttests verschiedener Anbieter zur Prüfung Ihrer lichttechnischen Einrichtungen am Fahrzeug.
- Auch nicht auf Eiskratzer und Schnee-Besen vergessen. Ein Platz im Fahrzeug sollte dafür reserviert sein.
Sichtbarkeit rettet Leben
Fußgängerinnen und Fußgänger sollten Kleidung tragen, die auch in der Dunkelheit gut sichtbar ist. Reflektierende Materialien an Taschen, Schuhen und Kleidung bringen zusätzliche Sicherheit. Vor allem Kinder sollten damit ausgestattet sein.
Auch für die Sportlerinnen und Sportler gilt in der Herbst- und Winterzeit zur Ausübung ihres Hobbys: sichtbare Kleidung, Stirnlampen und reflektierende Kleidung (bei Läufern beispielsweise eine Warnweste) und bei Radfahrern, E-Scootern zusätzlich auf gute Beleuchtung soll nicht vergessen werden.
Das Bezirkspolizeikommando Vöcklabruck appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, jetzt in der dunkleren Jahreszeit besonders aufmerksam zu sein. Gegenseitige Rücksichtnahme und defensives Fahrverhalten helfen schwere Unfälle zu vermeiden.


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