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VCÖ-Mobilitätserhebung: In Oberösterreich ist Linz Spitzenreiter bei den Fußgängern

Tips LogoAnna Fessler, 15.02.2024 16:17

LINZ. Regional betrachtet werden in Linz Wege häufiger zu Fuß zurückgelegt als in den anderen Städten und Bezirken Oberösterreichs. Unterschiede gibt es auch bei den Altersgruppen, Kinder und Senioren sind hier die fleißigsten Fußgänger. Dabei haben Städte und Gemeinden einige Hebel, um den Fußgänger-Anteil zu erhöhen, so der Verkehrsclub Österreich.

Der Fußgänger-Anteil ist im oberösterreichischen Städte- und Bezirksvergleich in Linz am höchsten. Laut Verkehrsclub Österreich ist im Bundesland noch viel Luft nach oben: jede 12. Autofahrt ist in Gehdistanz. (Foto: Volker Weihbold)

Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) hat den Mobilitäts-Anteil der zu Fuß zurückgelegen Wege in den oberösterreichischen Städten und den Bezirken verglichen. Im Städtevergleich führt Linz die Liste mit 26 Prozent an, gefolgt von Steyr (21 Prozent) und Wels (18 Prozent). Im Bezirksvergleich führt Freistadt (18 Prozent) die Liste an, knapp dahinter folgt Gmunden (17 Prozent) und der Bezirk Rohrbach und Urfahr Umgebung mit jeweils 16 Prozent.

VCÖ sieht viel Luft nach oben in Oberösterreich

Das Potenzial, dass mehr Alltagswege zu Fuß gegangen werden, sei in Oberösterreich groß, so der VCÖ. Rund jede 12. Autofahrt sei in Gehdistanz. Fußgängerfreundliche „Mit einer fußgängerfreundlichen Verkehrsplanung können Gemeinden und Städte es der Bevölkerung wesentlich erleichtern, Alltagswege zu Fuß gehen. Konkret heißt das unter anderem, ausreichend breite Gehsteige, sichere und übersichtliche Straßenübergänge, Verkehrsberuhigung und mehr Tempo 30 statt 50“, nennt VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky einige zentrale Maßnahmen.

Ortskern-Belebung und Stärkung der Nahversorgung als wichtige Hebel

Wichtige Einrichtungen, wie Schulen, Kindergärten, Ärzte, Supermärkte, Bushaltestellen, Bahnhöfe oder Freizeiteinrichtungen sollten immer über einen sicheren Gehweg erreichbar sein, so der VCÖ. Ein großer Hebel sei auch die Wohnbaupolitik und Siedlungsentwicklung: „Werden Ortskerne und Nahversorgung gestärkt und entsteht Wohnraum im Ort, dann geht die Bevölkerung mehr zu Fuß. Zersiedelung und Supermärkte auf der grünen Wiese führen hingegen zu mehr Autoverkehr“, sagt Jaschinsky.

Kinder und ältere Menschen gehen häufiger zu Fuß

Unterschiede beim Anteil der zu Fuß zurückgelegten Wege zeigen sich auch in den Altersgruppen: „Bei keinen anderen Altersgruppen ist der Anteil der zu Fuß zurückgelegten Alltagswege so hoch, wie bei Kindern und älteren Menschen“, erklärt die VCÖ-Expertin. Die Generation 75 Plus legt rund 27 Prozent ihrer Alltagswege zu Fuß zurück, die 6- bis 14-Jährigen 26 Prozent und die 65- bis 74-Jährigen 21 Prozent. Umso wichtiger sei es, dass die Verkehrsplanung im Ort auf Kinder und ältere Menschen besonders Rücksicht nimmt.

Der VCÖ erhebt derzeit, wie fußgängerfreundlich Städten und Gemeinden von der Bevölkerung erlebt werden und welche Verbesserungen erwünscht sind. Hier geht es zur Umfrage.

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