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OÖ. Kommendes Wochenende ist erneut mit zahlreichen Urlaubern auf den österreichischen Transitrouten zu rechnen. Das Wichtigste ist das richtige Verhalten im Stau, sowohl im Reise- als auch im Berufsverkehr. So schützt man sich vor Strafen sowie Unfällen und trägt maßgeblich zu einer schnelleren Auflösung des Verkehrsstaus bei.

Foto: ddisq/shutterstock.com
Foto: ddisq/shutterstock.com

Von einem Verkehrsstau spricht man, sobald der Verkehrsfluss ins Stocken gerät oder es gar zum Stillstand kommt.

Im Normalfall entstehen Staus durch eine zu hohe Anzahl an Fahrzeugen auf einem Streckenabschnitt. Die klassischen Ursachen dafür sind Berufs- und Reiseverkehr. Oft entstehen Staus aber auch durch Spursperrungen aufgrund von Baustellen oder Unfällen sowie Fahrbahnverengungen vor Tunneln zum Beispiel. Auch Witterungsbedingungen, wie Regen, Gewitter oder Nebel können Staus verursachen. Wenn man die Ursachen kennt, kann man ein „Steckenbleiben“ im Stau mit ein wenig Voraussicht oft gänzlich vermeiden.

Um Staus auf der Urlaubsfahrt zu vermeiden, hier ein paar Tipps der ARBÖ:

  • Die richtige Planung der Reiseroute und des Reisetermins. Empfehlenswert sind atypische Reisetermine, wie etwa Dienstag oder Mittwoch. Nicht empfehlenswert sind Wochenenden. Wichtig ist auch, sich vorab über Baustellen und Umleitungen auf der Strecke zu informieren.
  • Die Reise bei Nacht anzutreten ist sehr empfehlenswert, da es bei Nachtfahrten eine geringere Verkehrsdichte gibt und angenehmere Temperaturen herrschen. Allerdings sollte man die Reise unbedingt ausgeschlafen antreten. Kinder können aufgrund des Bio-Rhythmus bei Nachtfahrten besser schlafen.

Staus, bei denen man keine eindeutige Ursache erkennt, lassen sich zumeist oft auf falsches Verhalten der Verkehrsteilnehmer - wie mangelnder Sicherheitsabstand, zu hohe Geschwindigkeitsunterschiede oder Schaulust -  zurückführen.

Egal wie der Stau entstanden ist: das richtige Verhalten im Stau schützt vor Strafen sowie Unfällen und trägt maßgeblich zu einer schnelleren Auflösung des Verkehrsstaus bei.

  

Der ARBÖ hat die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • Bei der Annäherung zu einem Stau gleitend bremsen, Abstand zum Vordermann halten, Warnblinkanlage einschalten. Außerdem ist in Österreich seit 2012 die Bildung einer Rettungsgasse vorgeschrieben – bei drei Fahrstreifen muss eine „Gasse“ zwischen linkem und rechtem Fahrstreifen freigelassen werden (gilt auch in Deutschland, Schweiz, Tschechien und Slowenien).
  • Nach Erkennen des Staus kann man bei der nächsten Abfahrt abfahren und eine alternative Route wählen – dies behebt das Problem aber oft nicht, denn nach kurzer Zeit wird es auch auf der gewählten Ausweichroute stocken.
  • Bei Zufahrten oder Engpässen sollte das Reißverschlusssystem angewandt werden.
  • Gefahrenstellen sollten zügig passiert werden, nicht von Unfällen oder dergleichen ablenken lassen! Außerdem ist „Gaffen“ gesetzlich verboten.
  • Nicht aus dem Auto aussteigen, außer um eine Gefahrenstelle abzusichern. Wenn man lange Zeit im Stau steht und Austreten „muss“, unbedingt darauf achten, keine Einsatzkräfte zu behindern.
  • Nach längerem Total-Stillstand Motor abstellen.
  • Nicht wenden und rückwärts fahren, so macht man sich zum Geisterfahrer.
  • Nerven bewahren, Aggressionen vermeiden – auch wenn es manchmal schwer fällt.
  • Auch bei stockendem Verkehr Sicherheitsabstand halten! Es bringt nichts, durch knappes Auffahren zu verhindern, dass sich jemand „vordrängt“, im Gegenteil: es hindert den Verkehrsfluss weiter.
  • Wichtig für den Verkehrsfluss ist es außerdem bei stockendem Verkehr nicht unnötig den Fahrstreifen zu wechseln. Jeder Spurwechsel führt in Summe zu einer Ineffizienz und die Zeitersparnis des einzelnen Verkehrsteilnehmers ist minimal. Je gleichmäßiger sich die Autokolonne bewegt, desto besser. Spurwechsel oder abruptes Beschleunigen und Bremsen verursachen einen stockenden Verkehrsfluss.

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