Sicher Eislaufen: KFV gibt Tipps
OÖ. Eislaufen ist eine der beliebtesten Wintersportarten und auch während der Corona-Pandemie möglich. Allerdings verletzten sich beim Eislaufen jährlich etwa 5.000 Menschen in Österreich so schwer, dass sie im Spital behandelt werden müssen. Etwa die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) gibt Tipps für sicheres Eislaufen.

Eislaufen fördert Beweglichkeit, Kraft sowie Koordination und ist für alle Altersklassen geeignet. Das Dahingleiten auf Kufen hat aber auch Tücken. Jährlich verletzen sich österreichweit 5.000 Menschen so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Mit drei Viertel aller Verletzungen sind Knochenbrüche am häufigsten, insbesondere der Handgelenke und Unterarme. Das lässt sich laut KFV darauf zurückführen, dass man sich bei einem Sturz reflexartig mit den Händen abstürzt. Weitere Folgen können Verstauchungen oder Prellungen sein. Abhilfe können Handgelenksprotektoren schaffen, die aber nur ein Prozent der vom KFV beobachteten Personen nutzt.
Handschuhe sind die häufigste Schutzbekleidung
Wie bei anderen Sportarten auch sollte laut KFV beim Eislaufen auf die passende Ausrüstung geachtet werden. Dazu zählen in erster Linie Handschuhe, die nicht nur vor Kälte schützen, sondern auch vor Schnittverletzungen. In diesem Punkt sind Kinder bis zu neun Jahren ein Vorbild. Laut einer KFV-Beobachtung tragen 90 Prozent von ihnen Handschuhe. Schlechter sieht es bei 10- bis 14-Jährigen und Erwachsenen aus. Hier verzichten 45 Prozent auf Handschuhe. Darüber hinaus ist ein Helm wichtige Schutzausrüstung. Dieser wird noch von 84 Prozent der Kinder im Alter bis zu vier Jahren, aber nur mehr von weniger als fünf Prozent der Erwachsenen getragen.
Vom sicheren Transport bis zur Tempokontrolle
Zusätzlich zur Schutzausrüstung beim Eislaufen hat das KFV weitere Tipps parat. So sollen beim Transport der Eislaufschuhe Kufenschoner verwendet werden. Ein Aufwärmtraining mit Armkreisen oder Kniebeugen sorge für warme Muskeln und reduziere das Verletzungsrisiko. Hat man dann den ersten Schritt aufs Eis getätigt, sollte das Tempo an das eigene Können angepasst und Rücksicht auf langsamere Läufer beziehungsweise Anfänger genommen werden. Regelmäßige Pausen würden Übermüdung und Konzentrationsverlust verhindern. Sollte es dennoch zum Sturz kommen, empfiehlt das KFV die Hand der Begleitung auszulassen, um diese nicht zu Fall zu bringen. In Anfänger-Kursen lernt man nicht nur die korrekte Lauftechnik, sondern auch das richtige Fallen.
Tipps für Seen und Teiche
Im Vergleich zu Kunsteisflächen stellen Natureisflächen höhere Anforderungen an das Können der Eisläufer. Hier rät das KFV, nur behördlich freigegebene Flächen zu betreten und auf Hinweisschilder sowie Warntafeln zu beachten. Wenn die Außentemperatur mehrere Tage hindurch nur knapp unter dem Gefrierpunkt liegt, sind Natureisflächen nicht mehr sicher. Im Zweifelsfall können erste Laufversuche in Randbereichen unternommen und die Festigkeit der Eisfläche überprüft werden. Warnsignale sind Sprünge, Luftblasen oder Geräusche. Dunkle Eisflächen lassen auf eine dünne Eisschicht schließen.
Abschließend empfiehlt das KFV, auf Natureisflächen immer in Rufweite zu anderen Personen zu laufen und sich im Vorfeld über die Wetterlage zu informieren. Bei Tauwetter, schlechter Sicht oder Neuschnee sollte auf Ausflüge aufs Natureis verzichtet werden.


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