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Tips Logo Online Redaktion, 03.07.2021 14:00

OÖ. Spätestens seit der Corona-Pandemie hat der Selbstback-Trend die heimischen Küchen in richtige Backstuben verwandelt. Die Bäuerinnen im OÖ Bauernbund reagieren auf diesen Trend und haben eine Brotbackfibel herausgebracht. Sie ist ab sofort kostenlos zum Download auf der OÖ Bauernbundseite erhältlich und wird auch in gedruckter Form verteilt.

Für Johanna Haider ist Brot backen Faszination. (Foto: OÖ Bauernbund)
  1 / 2   Für Johanna Haider ist Brot backen Faszination. (Foto: OÖ Bauernbund)

Ein frisch gebackenes Brot, mit einem großen Messer eine Scheibe herunterschneiden, die Kruste brechen hören, den herrlichen Duft einzuatmen und herzhaft zuzubeißen - herrlich. Wenn das Brot auch noch selbst gebacken ist, kommt zum Genuss auch noch das befriedigende Gefühl hinzu, mit den eigenen Händen etwas geschaffen zu haben.

Johanna Haider erlebt das das ganze Jahr über. Die Landesbäuerin bäckt jede Woche Brot und vermarktet es. Das Getreide dazu stammt von den eigenen Feldern, auch vermahlen wird am Hof. „Brot ist etwas Lebendiges. Den Kreislauf zu beobachten: Vom Getreidekorn, das angebaut wird, wie es dann langsam und behutsam reift, später geerntet und vermahlen wird und schließlich aus dem Mehl Brot gebacken wird. Das ist faszinierend für mich“, kommt sie bei ihren Erzählungen ins Schwärmen: „Beim Verzehren werden unsere Sinne angesprochen: Man nimmt es in die Hände und fühlt es, man sieht, wie schön es gebacken wurde und man riecht und schmeckt, wie köstlich es ist.“

Selbstbacken liegt im Trend

Das Selbstbacken wurde durch Corona noch verstärkt, ein sehr positiver Trend, so Haider: „So sehen die Menschen, welcher Aufwand hinter der Produktion steckt. Sie überlegen sich, welches Mehl sie verwenden. Sie beschäftigen sich mit dem Lebensmittel. Und das führt zu einer viel höheren Wertschätzung.“ Letztendlich werde damit auch das achtsame Essen und der achtsame Umgang mit den Lebensmitteln geschult. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand ein selbstgebackenes Brot wegschmeißt, wenn es nicht mehr ganz frisch ist.“

Rezepte, Geschichte und mehr

Die Leidenschaft fürs Brot backen wollen Johanna Haider und die Bäuerinnen im OÖ Bauernbund teilen und haben deshalb eine Brotfibel herausgebracht. Auf 60 Seiten im praktischen A5-Format ist das Werk eine gelungene Fortsetzung der bisher erschienenen Bäuerinnen-Broschüren „Bei kleinen Wehwehchen“ oder „Die Spielebroschüre“.

Im Mittelpunkt stehen natürlich allerlei Brotrezepte:

  • Vom klassischen Hausbrot bis hin zu verschiedensten Variationen wie zB dem „Einkorn-Buchweizenbrot“, dem „Topfen-Gewürzbrot“, oder dem „Eferdinger-Land-Brot“
  • Ebenso wird Gebäck in all seiner Vielfalt präsentiert: vom knusprigen Ciabatta über Kräuterrosen bis zum Zwiebelkranz
  • Ein weiteres umfangreiches Kapitel widmet sich dem „Kochen mit Brot“, das Anleitungen zur Verwertung von „altbackenem“ bzw. hart gewordenem Brot beinhaltet

Daneben erfahren (zukünftige) Brot-Liebhaber einiges über die Geschichte des Brotes, was seine Grundzutaten sind, wie man einen Sauerteig selbst ansetzt und schließlich wie der Weg vom Korn zum Brot aussieht.

 “Nicht entmutigen lassen“

„Wenn es beim ersten Brotback-Versuch nicht gleich klappt, sollte man sich nicht entmutigen lassen“, rät Haider. Worauf es ankommt, lernt man mit der Zeit. Apropos Zeit: Diese sollte man sich beim Brot backen unbedingt nehmen. Denn erst mit dem Rasten kann sich das werdende Brot entfalten. Das Glücksgefühl wird sich spätestens dann einstellen, wenn man sein eigenes Brot stolz in Händen hält.

Die Brotfibel steht ab sofort kostenlos online zum Download bereit unter www.ooe.bauernbund.at/broschueren; in gedruckter Forum wird sie bei Sommerveranstaltungen des Bauernbundes und der Bäuerinnen in den Bezirken aufliegen bzw. verteilt werden.


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