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LINZ/OÖ. Traditionell luden Landeshauptmann Thomas Stelzer und die Katholische Frauenbewegung OÖ anlässlich der Aktion „Familienfasttag“ zum Benefizsuppenessen - das 20. Mal. Persönlichkeiten aus Kirche, Politik und Wirtschaft trafen sich am Freitag, 11. März, in den Redoutensälen Linz. Die Spenden kommen der Aktion Familienfasttag zugute.

  1 / 5   Landeshauptmann Thomas Stelzer, Linda und Dietmar Till vom Stiftskeller St. Florian, Paula Wintereder, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung OÖ, und Bischof Manfred Scheuer (v. l.) (Foto: Land OÖ/Vanessa Ehrengruber)

Unter dem Motto „Gemeinsam für eine Zukunft miteinander füreinander“ liegt der Fokus der diesjährigen Kampagne auf dem Bereich der unbezahlten Sorgearbeit. Konkret richtet sich der „Blick über den Suppentellerrand“ auf die Frauen- und Nachbarschaftsinitiative AKKMA („Aktiv für die Frauen in Mapulang Lupa“) auf den Philippinen.

„Wir tragen gemeinsam Verantwortung für ein besseres Morgen – gerade in diesen dramatischen Tagen, wo über Nacht ein schrecklicher Krieg nach Europa zurückgekehrt ist. Mit dem Benefizsuppenessen und den damit verbundenen Hilfsprojekten macht die Katholische Frauenbewegung deutlich, dass auch in schweren Zeiten an vielen Orten und auf vielerlei Weise an einem besseren und vor allem gerechteren Morgen gearbeitet wird. Mein besonderer Dank gilt allen, die zu dieser Aktion beitragen. Sie unterstreichen damit auf eindrucksvolle Weise, dass die Kraft der Zivilgesellschaft eine tragende Säule der Entwicklungszusammenarbeit darstellt“, so Landeshauptmann Stelzer.

„Sorgearbeit ins Zentrum der Gesellschaft rücken“

Paula Wintereder, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung OÖ: „Heuer richten wir unseren Fokus auf das Thema Sorgearbeit, hier bei uns und im Beispielland Philippinen. Wir sind überzeugt davon, dass das Miteinander- und Füreinander-Sorgen eine unverzichtbare Wertehaltung in jeder Kultur und Gesellschaft ist. Sorge muss also ins Zentrum der Gesellschaft rücken. Es geht nicht ohne bezahlte und unbezahlte Sorgearbeit, auch nicht für die Wirtschaft.“

Sorgearbeit werde meist den Frauen zugewiesen – und müsse im globalen Süden unter prekären Lebensbedingungen und wenig staatlicher Unterstützung getan werden. Dies veranlasse viele Frauen dazu, ihr Heimatland zu verlassen und Sorge-Tätigkeiten in anderen Ländern zu verrichten – schlecht bezahlt, ohne Rechte und ohne soziale Absicherung. Sie appellierte an die Anwesenden: „Schauen wir doch hin – beenden wir die Ausnützung vieler Frauen!“

„Geringe Wertschätzung“

Bischof Manfred Scheuer wies darauf hin, dass die geringe Wertschätzung der Sorgearbeit ein Problem sei, das auch hierzulande auftrete, verstärkt aber in den Projektpartnerländern in Afrika, Asien und Lateinamerika. „Sorgearbeit ist unbezahlt und wird mehrheitlich von Frauen erledigt. Den meisten von ihnen bleibt dadurch keine Zeit für Erwerbsarbeit oder für Aus- und Fortbildung. Es darf auch uns hellhörig machen, die Sorgearbeit als wesentlichen Kitt unserer Gesellschaft in den Blick zu nehmen und auch hierzulande für Nachschärfungen und vor allem eine erhöhte Wertschätzung für die unbezahlten und bezahlten Tätigkeiten einzutreten.“

Gaumenfreuden aus St. Florian

Schmackhaftes aus dem Suppentopf wurde zum heurigen Benefizsuppenessen aus St. Florian beigesteuert: Linda und Dietmar Till vom Stiftskeller St. Florian kredenzten den Gästen eine Bärlauchsuppe, eine Gemüsebouillon mit Polentaknöderln und eine Libanesische Linsensuppe. Das dazu passende Fastenbier wurde auch heuer wieder vom Stift Schlägl beigesteuert.

Michaela Leppen, Abteilungsleiterin der Katholischen Frauenbewegung in Oberösterreich (kfb oö), führte durch das Programm. Musikalisch gestaltet wurde es vom Ensemble „Folk and Pepper“.

Die Spenden kommen der Aktion Familienfasttag zugute.


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