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OÖ. Sexuelle Belästigung ist kein Kavaliersdelikt. Die landesweite Kampagne „No Go – schau nicht weg bei sexueller Belästigung im Schwimmbad“ steckt sich zum Ziel, ein sicheres Badeumfeld für Mädchen und Frauen zu schaffen.

Sexuelle Belästigung in Schwimmbädern ist ein ernstzunehmendes Problem. (Foto: Oberösterreichische Nachrichten / Volker Weihbold)

„Jeder Fall von Belästigung ist einer zu viel. In unserem Oberösterreich hat Gewalt jeglicher Art absolut keinen Platz und ist ein No Go. Jede und jeder darf und soll sich in unseren Schwimmbädern wohlfühlen können. Das kann man nicht oft genug wiederholen“, betont Frauenreferentin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander.

Die Präventionsarbeit des autonomen Frauenzentrums zeigt auf, dass viele Mädchen und Frauen von Belästigung in Bädern betroffen sind.

Die Bandbreite der sexuellen Belästigung reicht von anzüglichen Bemerkungen und eindeutigen Blicken über unerlaubte Fotografien und oft vermeintlich unbeabsichtigten Berührungen bis hin zu massiven sexuellen Übergriffen.

Nulltoleranz und Unterstützung Betroffener

NO GO will ein klares Zeichen für Nulltoleranz bei Delikten sexueller Belästigung in OÖ setzen. Die Kampagne soll animieren, nicht wegzuschauen und Betroffenen das Gefühl zu geben, gesehen zu werden. Dazu sollen Plakate und Sticker die Bevölkerung in Schwimmbädern und an Badeseen sensibilisieren.

Auch dieses Jahr bot das autonome Frauenzentrum in Kooperation mit dem Frauenreferat des Landes OÖ wieder Schulungen für Kioskbetreiber und Badepersonal an. Für Mädchen und Frauen sollen direkte Ansprechpersonen zur Verfügung stehen, die den Ernst der Lage erkennen und die nötigen Schritte einleiten können.

Haberlander dankt teilnehmenden Gemeinden

Bereits zum zweiten Mal erlebt die Kampagne große Unterstützung seitens der oberösterreichischen Gemeinden. Sie findet Zuspruch von 90 Prozent der oberösterreichischen Schwimmbadgemeinden, so auch von Bad Hall.

„Bad Hall beteiligte sich selbstverständlich an der Kampagne No Go in Oberösterreichs Freibädern. Wir sind nämlich überzeugt, dass sexuelle Belästigung, egal wo sie geschieht, respektlos, widerwärtig und unmenschlich ist. Und das gehört aufgezeigt, angesprochen und notfalls angezeigt. Egal, in welcher Kleidung: Mensch bleibt Mensch und verdient RESPEKT!“, betont Bürgermeister Bernhard Ruf.

„Ich bedanke mich bei allen Städten und Gemeinden für das starke Zeichen, das wir gemeinsam setzen konnten. Viele waren bereits zum zweiten Mal dabei und haben somit ihr Schwimmbad zu einem Ort gemacht, an dem sich jede und jeder sicher fühlen kann. Ganz besonders möchte ich meinen Dank aber auch dem Badepersonal und den Kioskbetreibern aussprechen, die vor Ort als erste Ansprechpartner dienen und einen wesentlichen Beitrag leisten. Ich freue mich über die große Teilnahme heuer und lade bereits jetzt zur Fortsetzung im nächsten Jahr ein“, so Haberlander abschließend.

Hilfe für Betroffene

Die Online-Frauenberatung Oberösterreich - https://www.frauenberatung-ooe.at - bietet ein kostenloses und anonymes Angebot für die Frauen und Mädchen in Oberösterreich. Zahlreiche oberösterreichische Frauenberatungsstellen bieten einen One Stop Shop der Frauen- und Mädchenberatung an. Onlineberatung ist eine erste Orientierung bei schwierigen Lebenssituationen und hilft vor allem jenen Frauen und Mädchen, denen es leichter fällt, ihre Gedanken niederzuschreiben als auszusprechen.

Autonomes Frauenzentrum

PIA Linz

Jugendservice OÖ

Kinder- und Jugendanwaltschaft OÖ

Rat auf Draht

Gleichbehandlungsanwaltschaft

Weitere Organisationen, die Betroffenen Hilfe anbieten:


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