57 Personen starben in OÖ 2022 im Straßenverkehr
OÖ. 57 Personen verunglückten in OÖ tödlich im Straßenverkehr, so die traurige Bilanz 2022. Das ist eine Person weniger als im letzten Jahr, bundesweit gibt es um rund 22 Prozent mehr Verkehrstote. Hauptursache für tödliche Unfälle sind Ablenkung und Unachtsamkeit.

Vom 1. Jänner bis 31. August verunglückten insgesamt 57 Menschen bei Verkehrsunfällen in Oberösterreich, 2021 waren es im selben Zeitraum 58 tödliche Unfälle. Bundesweit liegen die tödlichen Unfallzahlen im heurigen Jahr bei 273 Ereignissen, das sind 50 mehr als im Vorjahr.
Unachtsamkeit als Hauptgrund
29 Prozent der Unfälle, die tödlich enden, sind auf Ablenkung und Unachtsamkeit zurückzuführen. Die Missachtung von Geboten und Verboten folgt mit 26 Prozent als zweithäufigste Ursache, dazu zählt zum Beispiel, gegen die Einbahn zu fahren oder Abbiegege- und verbote zu missachten. „Zwar ist es erfreulich, dass der langfristige Trend uns die kontinuierlich wachsende Sicherheit im Straßenverkehr bestätigt, dennoch kann eine Vielzahl an Unfällen vermieden werden. Besonders beim Thema Ablenkung und Unachtsamkeit und bei der Missachtung der Verkehrsregeln werden wir weitere Anstrengungen unternehmen“, unterstreicht Landesrat für Infrastruktur Günther Steinkellner.
Anstieg nur bei PKW- und Mopedlenkern
PKW-Lenker machen nach wie vor den größten Anteil bei tödlichen Verkehrsunfällen aus. Waren es im vergangenen Jahr 17 Personen, die bei Verkehrsunfällen starben, forderten PKW-Unfälle dieses Jahr 24 Opfer. Auch bei den Mopedunfällen ist die Anzahl der Todesopfer von zwei auf vier gestiegen.
Anzahl tödlicher Fahrrad- und Motorradunfälle sinkt
„Positiv festzuhalten ist, dass trotz Fahrrad-Boom die Anzahl tödlicher Radunfälle, im Vergleich zum Vorjahr, um 21 Prozent geringer ist.“, so Landesrat für Mobilität Günther Steinkellner. Eine Unfallanalyse des Landes OÖ ergab, dass sich die tödlichen Fahrradunfälle von 14 im 2021 auf 11 reduziert haben. Waren es 2021 fünf Fußgänger, die ums Leben kamen, kosteten Unfälle mit Fußgängern dieses Jahr 3 Personen das Leben. Die Zahl der tödlichen Motorradunfälle sank von 18 auf 11.
Verkehrsaufkommen zurück auf Pre-Pandemie-Stand
Aufzeichnungen und Statistiken zeigen, dass die Verkehrsfrequenzen wieder fast auf dem Niveau von 2019 angelangt sind. Busse und Bahnen bewähren sich auch bei höherer Frequentierung als sicherstes Verkehrsmittel. Weder im Vorjahr noch heuer ereigneten sich tödliche Unfälle in den öffentlichen Verkehrsmitteln.


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