Öffentlich reisen mit Beeinträchtigung
OÖ. Öffentliche Verkehrsmittel nutzt die Mehrheit beinahe täglich. Jedoch wird an eine Gruppe Menschen oft nicht gedacht: Menschen mit Behinderung.

„Öffis“ sind für Rollstuhlfahrer und Menschen mit anderen Beeinträchtigungen oft das einzig verwendbare Transportmittel. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie kompliziert das Reisen mit Bus und Bahn ist. Einfach in das nächste Öffi einsteigen? Nein, leider ist das in meiner Situation um ein Vielfaches komplizierter: Erst muss ich geeignete Verbindungen suchen, danach eine telefonische Anfrage bei den ÖBB oder dem Postbus machen – und diese kann zu Spitzenzeiten eineinhalb Stunden in Anspruch nehmen! Was bleibt, ist die Hoffnung, dass die telefonisch gemachten Zusagen auch eingehalten werden. Oft genug ist es schon passiert, dass bei der Einstiegs- bzw. Ausstiegsstation das gebuchte Hilfsmittel, wie Hebelift oder eine im Zug verbaute Rollstuhlrampe, nicht vorhanden war. Dann bin ich auf die Unterstützung von hilfreichen Passanten angewiesen. Es sollte wesentlich einfacher sein, die erforderlichen Hilfen zu beantragen und diese müssen auch verlässlich bereitgestellt werden. Dafür braucht es eine Stationierung von geschultem Personal und einen Hebelift oder Rampen an jedem Bahnhof und in ausnahmslos jedem Zug. Eine bessere Erreichbarkeit der telefonischen Ansprechpartner oder elektronische Formulare wären ebenso wünschenswert.


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