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OÖ. Mit der Rehbrunft (Mitte Juli bis Mitte August) steigt auch das Risiko von Wildunfällen im Straßenverkehr, mahnen Mobilitäts-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ) und Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner zur Vorsicht.

Wildwarner dienen dem Menschen und dem Tier als effiziente Schutzeinrichtung. V.l.: Leiter der Abteilung Straßenneubau und -erhaltung Christian Dick, Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner, Landesrat Günther Steinkellner, Landesjagdverband-Geschäftsführer Christopher Böck und Erich Gösweiner von der Straßenmeisterei Kremsmünster. (Foto: Land OÖ/Daniel Kauder)

Besonders mitten in der Rehbrunft werden Geißen von Rehböcken mit hohem Tempo vor sich hergejagt. Dieses Brunftverhalten führt dazu, dass das Rehwild deutlich öfter die Straßen überquert und somit das Risiko für Wildunfälle auch während des Tages stark erhöht wird.

„Um die Sicherheit sowohl der Fahrzeuginsassen als auch der Wildtiere zu gewährleisten, ist es unerlässlich, das Tempo bei sommerlichen Fahrten anzupassen und die Straßenränder besonders gut im Blick zu behalten“, appellieren Steinkellner und Sieghartsleitner.

Bei Wildtierunfällen wirken massive Kräfte

„In Oberösterreich verlieren jährlich etwa 14.700 Wildtiere durch den Straßenverkehr das Leben. Wobei das Rehwild mit 8.280 Stück einen großen Anteil hat“, so Sieghartsleitner. Die Aufprallkräfte bei Wildunfällen sind enorm. „Kommt es zur Kollision mit einem Rehbock, wirken starke Kräfte. Die Wucht, mit der ein Rehbock bei Tempo 60 in die Frontpartie eines Autos einschlägt, entspricht dem Gewicht einer ausgewachsenen Kuh - nämlich rund 800 Kilogramm“, erläutert Steinkellner.

Lenkrad nicht verreißen

Im Falle eines Zusammenstoßes mit einem Wildtier wird empfohlen, stark zu bremsen, dabei das Lenkrad gut festzuhalten und es keinesfalls zu verreißen. Sollte es zu einem Wildunfall kommen, ist es wichtig, das Fahrzeug umgehend abzustellen und die Unfallstelle abzusichern.

Durch achtsames Fahren und die Einhaltung der vorgegebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen kann ein wertvoller Beitrag zum Schutz sowohl der menschlichen Verkehrsteilnehmer als auch der Wildtiere geleistet werden. Wildbiologe Christopher Böck: „Wenn man ein Stück Wild sieht, wie es die Straße überquert, sollte man immer bedenken, dass meist ein oder zwei andere folgen können. Gerade bei Rehen in der Brunft ist dies zu erwarten.“

Wildwarner senken Unfallrisiko um bis zu 95 Prozent

Mit dem Projekt „Wildschutz“ von Oö. Landesjagdverband gemeinsam mit dem Land Oberösterreich und Partnern wurde, um die Verkehrssicherheit zu steigern, der Wildwarner eingeführt. Dabei handelt es sich um die konsequente Anbringung von optischen und akustischen Wildwarngeräten entlang der Landesstraßenzüge.

„Das Projekt ist ein großer Erfolg. An zahlreichen Straßenabschnitten konnte durch die Anbringung von Wildwarnern die Anzahl an Unfällen bereits stark reduziert werden. Durchschnittlich werden jährlich rund 30 Kilometer des oberösterreichischen Landesstraßennetzes mit optischen und akustischen Wildwarngeräten ausgerüstet. Dadurch wird die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer deutlich erhöht und potenzielles Tierleid minimiert“, unterstreicht Steinkellner.


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