Einsamkeit im Alter: Seniorenbund OÖ will mit speziellem Programm entgegenwirken
LINZ. Sie macht immer mehr Menschen zu schaffen, hat gesundheitliche Folgen und laut Seniorenbund OÖ-Landesobmann Josef Pühringer das Zeug zur Volkskrankheit: Einsamkeit. Damit aus der stillsten Zeit nicht auch die einsamste des Jahres wird, hat der Seniorenbund sein Angebot an Gemeinschaft in der Adventzeit spezialisiert.

Der Oberösterreichische Seniorenbund ist aufgrund mehrerer Faktoren zum Schluss gekommen, dass ein ein spezielles Angebot gegen Einsamkeit in der Zeit rund um Weihnachten braucht. So stiegen in Oberösterreich die Einpersonenhaushalte von 107.796 Personen im Jahr 1981 auf 232.859 im Jahr 2021. Über 50 Prozent der Pflegebedürftigen leben in Oberösterreich in einem Single-Haushalt.
Seniorenumfrage: regelmäßige Kontakte haben hohen Stellenwert
Auch die jüngste Seniorenumfrage in Zusammenarbeit mit dem IMAS-Institut kam zum Ergebnis, dass für die Bevölkerung über 60 Jahren das wichtigste Lebensziel regelmäßiger Kontakt zu anderen Menschen ist. Dieser Wunsch stand an erster Stelle, noch vor „keine gesundheitlichen Probleme“ oder „keine finanziellen Sorgen“ zu haben.
Weihnachtsprogramm gegen Einsamkeit: Gesprächsaktion „Griaß di, wie geht's?“
Das Weihnachtsprogramm des Seniorenbundes, das bereits an alle 75.000 Mitglieder gesendet wurde, enthält nun mehrere Angebote gegen Einsamkeit. Etwa die Telefonaktion „Griaß di, wie geht`s?“. Senioren, die sich ungezwungen mit Mitgliedern des Landesvorstandes des Seniorenbundes unterhalten möchten und sich einen Gesprächspartner wünschen, können an den Freitagen im Advent zwischen 8 und 12 die Nummer 0732/775311-723 oder 0732/775311-725 anrufen.
Gemeinsam Weihnachten verbringen
Am Weihnachtstag gibt es das Angebot „Gemeinsam den Heiligen Abend verbringen“ mit einer Stadtrundfahrt, einer Führung durch die Domkrippe mit Dompfarrer Maximilian Strasser, einem Essen im Klosterhof und abschließender Weihnachtsfeier beim Seniorenbund. Anmelden dafür kann man sich telefonisch unter 0732/775311-1 oder per Mail an organisation@ooe-seniorenbund.at.
Auch Politik gefordert
Zusätzlich brauche es politische Maßnahmen, so Josef Pühringer und Franz Ebner, Seniorenbund-Landesgeschäftsführer. Der Kampf gegen die Einsamkeit müsse ganz oben auf die politische Agenda. Konkrete Lösungsansätze seien der Ausbau und die Förderung innovativer Gemeinschaftswohnanlagen, Kooperationsprojekte zwischen den Generationen, entsprechende Mobilitätsangebote in den Regionen, die Förderung des digitalen Wissens für ältere Menschen, ein Ausbau der Tagesbetreuungsangebote und ein attraktives Weiterarbeiten in der Pension.


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