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Tips Logo Online Redaktion, 16.08.2024 14:12

OÖ/SANKT FLORIAN. Landwirtschaftliche Betriebe sehen sich zunehmend mit Diebstahl von Feldfrüchten wie Obst, Erdäpfel oder Kürbissen konfrontiert, macht der OÖ Bauernbund aufmerksam. So etwa zwei Betriebe aus St. Florian. Aber auch Müll und freilaufende Hunde stellen vor Probleme.

Feld von Familie Trauner in St. Florian. (Foto: Familie Trauner)
Feld von Familie Trauner in St. Florian. (Foto: Familie Trauner)

Familie Andrea und Michael Jandl aus St. Florian bei Linz vermarktet Erdäpfel ab Hof. Seit Jahren kämpfen sie gegen den Diebstahl von Erdäpfeln. Besonders ihre Felder in der Nähe der Bundesstraßen werden von den Dieben heimgesucht. „In den letzten Wochen kam es wieder vermehrt zu Diebstählen von Erdäpfeln. Aber auch Früchte aus dem Obstgarten werden direkt vom Baum gepflückt. Spricht man die Passanten an und weist sie darauf hin, dass das Obst kein Allgemeingut ist, stößt man auf Unverständnis und bekommt Antworten wie 'Es ist ja nichts eingezäunt'. Im Grunde genommen ist man machtlos, man kann nicht Tag und Nacht seine Erdäpfel und Obst bewachen. Es fehlt immer mehr der Respekt vor dem Eigentum des anderen“, so Andrea und Michael Jandl.

Auch Familie Trauner in St. Florian, Nachbarn von Familie Jandl, sind Betroffene. Auf dem Feld direkt neben dem Bauernhof wachsen Kürbisse. „Leider werden auch von unserem Feld Kürbisse besonders im Zuge nächtlicher Diebestouren gestohlen. Wir haben auch Mais angebaut. Die Maiskolben werden einfach abgerissen. Ebenso wie unsere Nachbarn kultivieren wir auch Erdäpfel – diese werden ausgegraben und gestohlen“, zeigt sich Familie Trauner verärgert.

Freilaufende Hunde und Müll neben Straßen

Ein weiteres Problem stellt das unkontrollierte Freilaufen von Hunden in den Feldern dar. Dies führt nicht nur zu Schäden an den Kulturen, sondern auch zu Verunreinigungen durch Hundekot. Und der Müll werde zum wachsenden Problem, vor allem auf Feldern entlang von Straßen. „Bevor wir die Felder bewirtschaften können, müssen wir zunächst den Müll einsammeln, was zu einem erheblichen zusätzlichen Arbeitsaufwand führt“, erzählen die Landwirte. „Die Stunden, die wir für das Mülleinsammeln aufbringen, zahlt uns niemand. Wir können nicht verstehen, warum ein Teil der Bevölkerung so etwas macht.“

Appell: Mehr Respekt vor landwirtschaftlichen Flächen

Der OÖ Bauernbund ruft zu mehr Respekt vor landwirtschaftlichen Flächen und der Achtung der Eigentumsrechte auf. Zudem wird appelliert, Hunde nicht unkontrolliert in den Feldern laufen zu lassen, sondern die dafür vorgesehenen Bereiche zu nutzen.


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