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LINZ. Weihnachten steht vor der Tür und der festlich geschmückte Christbaum gehört für die meisten da einfach dazu. Doch bevor er das Wohnzimmer verschönert, muss er erst sicher heim transportiert werden, vorwiegend mit dem Auto. Um vorweihnachtlichem Ärger aus dem Weg zu gehen, gilt es dafür ein paar Regeln zu beachten. Denn bei unzureichender Ladungssicherung sind bis zu 10.000 Euro Strafe möglich.

Beim Transport der Christbäume gibt es ein paar Punkte zu beachten. (Foto: OEAMTC)
Beim Transport der Christbäume gibt es ein paar Punkte zu beachten. (Foto: OEAMTC)

Das A und O beim Christbaumtransport ist die sachgerechte Ladungssicherung. „Auch der Christbaum ist ein Ladegut, das vorschriftsmäßig gesichert werden muss. Durch die Größe und Schwere kann eine unzureichende Sicherung einen selbst, aber auch andere Verkehrsteilnehmende gefährden. Daher können Strafen von bis zu 10.000 Euro verhängt werden“, warnt ÖAMTC-Jurist Valentin Kiesenhofer. Auch eine Vormerkung im Führerscheinregister ist möglich.

Zudem: „Sollte es zu einem Unfall kommen und die Ladung nicht vorschriftsmäßig gesichert war, sind Probleme mit der Versicherung ebenfalls vorprogrammiert“, erklärt ARBÖ-Rechtsexperte Johann Kopinits.

Ragt die Ladung um mehr als einen Meter über die Fahrzeuggrenzen hinaus, muss die gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnung beachtet werden. Eine Tafel mit den Maßen 25 x 40 cm und einem rot rückstrahlenden Rand (5 cm breit) ist hierbei vorgeschrieben. Dies gilt auch für Christbäume, die auf dem Dach transportiert werden. Bei schlechten Sichtverhältnissen wie Regen, Schnee oder Nebel muss zusätzlich ein roter Rückstrahler angebracht werden.

Tipps für den sicheren Transport

* Am Autodach: Beim Transport am Dach sollte der Baum im Netz bleiben und mit breiten, widerstandsfähigen Gewebebändern mit Metallverschlüssen vorne und hinten am Gepäckträger montiert werden. Die Baumspitze sollte nach hinten gerichtet sein. Um den Lack vor Kratzern durch Äste und Nadeln zu schützen, empfiehlt sich eine Unterlage.

* Im Auto: Beim Transport im Fahrzeuginneren sollte der Baum gut verzurrt werden, damit er nicht zum gefährlichen Geschoss wird. Auch hier hilft eine Unterlage, das Fahrzeug vor Verschmutzungen durch Harz und Nadeln zu schützen. Wichtig: Eine freie Sicht nach vorne und auf beide Seiten inklusive Spiegel muss stets gewährleistet sein. Handbremse, Schalthebel etc. müssen problemlos bedienbar sein. Bleibt beim Transport die Heckklappe offen, dürfen Kennzeichen, Rückleuchten und Blinker nicht verdeckt werden. Die Heckklappe sollte nach unten gespannt werden, am besten auch mit Textilspanngurten.

* Mit dem Fahrrad: Für kürzere Strecken ist auch der Heimtransport des Christbaums mit dem Lastenrad oder einem Fahrrad mit Anhänger möglich. Auch dabei muss das Ladegut gesichert sein. Der Baum darf weder die Sicht des Radelnden stören, noch sich selbständig machen. Daher muss der Baum gut verzurrt werden. Verursacht man beim Transport einen Schaden, etwa an parkenden Fahrzeugen, ist dieser im Regelfall durch eine Privathaftpflichtversicherung des Fahrradfahrenden gedeckt.


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