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Vorsicht bei Touren - Lawinenwarndienst OÖ meldet teils erhebliche Gefahrenstufe

Tips Logo Online Redaktion, 12.01.2026 10:38

OÖ. Die Lawinen-Gefahrenstufe in Oberösterreich wurde in manchen alpinen Gebieten auf erhebliche Gefahrenstufe (Stufe 3 bis 5) erhöht. 

Aktuell herrscht im alpinen Gelände in OÖ teils erhebliche Gefahrenstufe (Symbolfoto). (Foto: kiono/stock.adobe.com)

Der Lawinenwarndienst OÖ erstellt im Winterhalbjahr tägliche Prognoseberichte. War die Gefahrenstufe in den letzten Tagen gering bis mäßig, so gilt seit Sonntag in manchen alpinen Gebieten eine erhebliche Gefahrenstufe (Stufe 3 von 5).

Triebschnee gebildet

Die aktuelle Lawinengefahr wird überwiegend in den höheren Lagen als erheblich eingestuft, teils auch ab der Waldgrenze. Starker, teils stürmischer Wind in den Hochlagen hat störanfälligen Triebschnee gebildet, der leicht auslösbar ist.

Zu beachten sind hier laut Warndienst Verfrachtungen im Ostsektor, südseitig. In verfüllten Steilhängen sowie in steilen Mulden und Rinnen können mittlere Schneebrettlawinen bereits durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden. Diese Gefahrenstellen sind aktuell zu meiden.

Mit der deutlichen Erwärmung sind im Tagesverlauf kleine Lockerschneelawinen im Steilgelände möglich, bei Regen bis 1.500 Meter Höhe auch Nassschneelawinen.

Der zuletzt gefallene, teils ergiebige Neuschnee ist durch überwiegend starken Wind verfrachtet worden und bindet mit der Altschneedecke oder älteren Verfrachtungen noch schlecht. Aufbauend umgewandelte Kristalle schwächen generell das Schneedeckenfundament. Die Schneedecke ist sehr unterschiedlich verteilt, neben abgewehten sind gut verfüllte Bereiche vorhanden.

Touren im alpinen Gelände gut planen

Der für den Lawinenwarndienst zuständige Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) warnt angesichts der aktuellen Lage vor schlecht geplanten oder schlecht vorbereiteten Touren ins alpine Gelände: „Wer ins Gebirge aufbricht, trägt Verantwortung: für sich selbst und für jene, die im Ernstfall helfen müssen. Sorgsame Tourenplanung und das Ernstnehmen der Lawinengefahr retten Leben. Moderne Ausrüstung ersetzt nicht die Pflicht zur Vorsicht. Lawinenwarnungen sind keine Empfehlung, sondern eine klare Handlungsgrundlage.“

Er appelliert, die aktuellen Berichte des Warndienstes immer zu beachten, bevor man ins alpine Gelände aufbricht.

Zu finden sind die Berichte unter https://www.land-oberoesterreich.gv.at/lawinenwarndienst.htm


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