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LINZ. Wer eine neue Lunge erhält, braucht lebenslang medizinische Betreuung. Für rund 100 Oberösterreicher bedeutet das seit fünf Jahren deutlich kürzere Wege: Die Spezialambulanz für Lungentransplantierte am Ordensklinikum Linz Elisabethinen ermöglicht Nachsorge auf höchstem medizinischem Niveau direkt in Oberösterreich – und erspart vielen Betroffenen regelmäßige Fahrten nach Wien oder Innsbruck.

  1 / 2   Primar Christopher Lambers (Mitte) und das Team der Lungentransplantations-Ambulanz am Ordensklinikum Linz Elisabethinen (Foto: Ordensklinikum Linz)

„Nach einer Transplantation werden die Betroffenen engmaschig betreut. Vor der Gründung der Ambulanz bedeutete das, dass die Patienten wöchentlich beziehungsweise monatlich nach Wien oder Innsbruck pendeln mussten. Seit fünf Jahren ist die Nachsorge auf gleich hohem Niveau auch in Linz möglich“, so Primar Christopher Lambers, Leiter der Pneumologie am Ordensklinikum Linz Elisabethinen und Initiator der Spezialambulanz.

Mehr Lebensqualität für Betroffene

Auch Gesundheits-Landesrätin, LH-Stellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP) sieht in dem Angebot einen wichtigen Fortschritt für die Patientenversorgung. „Für die Betroffenen bedeutet das nicht nur kürzere Wege und weniger belastende Fahrten nach Wien oder Innsbruck, sondern vor allem mehr Lebensqualität und Sicherheit in einer besonders sensiblen Lebensphase.“

Rund 120 Lungentransplantationen in Österreich jährlich

Österreichweit werden jährlich rund 120 Lungentransplantationen durchgeführt, etwa 15 davon betreffen Patienten aus Oberösterreich. Dank medizinischer Fortschritte leben immer mehr Menschen viele Jahre mit einem transplantierten Organ. „Dadurch gewinnt eine wohnortnahe Versorgung noch größere Bedeutung“, so Lambers. „Die Überlebenswahrscheinlichkeit nach fünf Jahren beträgt 70 Prozent. Es gibt aber auch Betroffene, die mehr als 20 Jahre mit einer transplantierten Lunge leben und in dieser Zeitspanne dank der Spezialambulanz immer kompetente Ansprechpartner für ihre medizinische Behandlung in ihrer Nähe haben.“

Schnelle Hilfe im Ernstfall

Gerade bei transplantierten Patienten kann auch rasches Handeln entscheidend sein. „Akute Notfälle wie ein Infekt oder eine akute Abstoßung, die für Menschen mit transplantierten Organen aufgrund der eingenommenen Immunsuppressiva lebensgefährlich werden kann, können rasch behandelt und so abgefangen werden“, erklärt Lambers.

Enge Zusammenarbeit mit Wien

Die Linzer Spezialambulanz arbeitet eng mit der Universitätsklinik für Thoraxchirurgie der MedUni Wien - AKH Wien zusammen. Regelmäßige Telekonferenzen und der fachliche Austausch sorgen dafür, dass Patienten in Oberösterreich nach denselben Standards betreut werden wie in den österreichischen Transplantationszentren.

„Die strategische Partnerschaft zwischen unseren Krankenhäusern garantiert, dass für jeden Patienten die höchste Expertise zur Verfügung steht, egal, wo sie vor und nach der Lungentransplantation betreut werden“, so Klinikleiter Universitätsprofessor Clemens Aigner.

Zentrum für OÖ

Als Transplantationszentrum für Oberösterreich führt das Ordensklinikum Linz bereits Nierentransplantationen und Stammzelltransplantationen durch. Patienten mit Lungen-, Leber- und Herzerkrankungen werden vor und nach der Transplantation betreut und behandelt. „Mit dieser Spezialambulanz bietet das Ordensklinikum Linz als Transplantationszentrum seit nunmehr fünf Jahren eine weitere spitzenmedizinische Leistung“, unterstreicht auch Primar Matthias Kölbl, stv. Ärztlicher Direktor des Ordensklinikum Linz Elisabethinen.


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