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OÖ. Seit neun Jahren führt das Land Oberösterreich die Woche der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) durch. In diesem Jahr wird statt Veranstaltungen und Verkaufsständen auf ein Onlineangebot gesetzt.

In der EZA-Woche von 9 bis 14. November wird unter anderem fair gehandelte Mode angeboten (Symbolbild). (Foto: Volker Weihbold)

Von Montag, 9. November bis Samstag, 14. November ist in diesem Jahr die Woche der Entwicklungszusammenarbeit. Trotz der Pandemie und der damit verbundenen Maßnahmen sind fair handeln und einkaufen an mehr als 600 Standorten in Oberösterreich möglich. Darüber hinaus informieren die Webseite des Landes Oberösterreich und die Online-Plattformen der Projektpartner über fairen Handel.

Dieses Engagement ist laut Land Oberösterreich für die Produzenten des Fairen Handels in Afrika, Lateinamerika und Asien von großer Bedeutung. Die Corona-Pandemie hat in diesem Jahr zu ungleich schwierigen Verhältnissen, etwa durch Arbeitslosigkeit, geführt. Damit sich ungerechte Strukturen verändern können und Existenzgrundlagen nachhaltig gesichert werden, brauche es Entwicklungszusammenarbeit. Zu ihren Zielen zählen die direkte Unterstützung vor Ort und die Bekämpfung von Armut durch Hilfe zur Selbsthilfe.

Faire Einkaufsmöglichkeiten

Das Land Oberösterreich lädt alle Bürger dazu ein, während der EZA-Woche hochqualitative Produkte zu einem fairen Preis zu erstehen. Angeboten werden zum Beispiel Lebensmittel wie Kaffee, Kakao und Schokolade, aber auch Kleidung, Schmuck oder Taschen.

Gelegenheiten bieten die Weltläden in Bad Schallerbach, Braunau, Gallneukirchen, Linz, Schärding, Stadl-Paura, Steyr, Traun, Vöcklabruck, Vorchdorf, Wels und Weyr. „Die Besonderheit der Weltläden ist, dass die Erlöse aus dem fairen Handel wieder vollständig in diesen zurückfließen. Aufgrund ihrer Geschichte besitzen die Weltläden außerdem das größte Know-how auf dem Gebiet des fairen Handels, waren doch sie und ihr Dachverband Mitbegründer des fairen Handels in Österreich“, erzählt der Inhaber des Linzer Weltladens Hannes Stammler.

Darüber hinaus beteiligen sich fast 600 Geschäfte des oberösterreichischen Lebensmittelhandels an der EZA-Woche. „Der oberösterreichische Lebensmittelhandel beteiligt sich heuer bereits zum dritten Mal an der EZA Fair-Trade Initiative des Landes Oberösterreich. Nach überaus positiven Rückmeldungen unserer Mitgliedsbetriebe im Vorjahr sind wir heuer gerne wieder mit dabei – diesmal mit beinahe 600 Standorten. Viele Lebensmittelgeschäfte werden im Rahmen der EZA-Woche zusätzlich zu den oft bereits bekannten und beliebten Produkten wie Kaffee, Schokolade usw. ein erweitertes Fair-Trade-Sortiment wie z.B. Körbe, Spielwaren, Haushaltswaren anbieten“, führt der Gremialobmann des Lebensmittelhandels der Wirtschaftskammer Oberösterreich Wolfgang Benischko aus.

2,1 Millionen Euro für Entwicklungshilfe

Das Land Oberösterreich engagiert sich bereits seit über 50 Jahren in der Entwicklungszusammenarbeit. 2020 wurden 2,1 Millionen Euro für Entwicklungshilfe ausgegeben, mit denen ungefähr 100 EZA-Projekte für 500.000 Menschen jährlich realisiert werden können.


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