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OÖ. Trotz Bewusstseinsbildung und Strafen sind auf Oberösterreichs Straßen tagtäglich mehrere Drogenlenker unterwegs. Im Vorjahr sind auf Oberösterreichs Straßen knapp 1.200 Drogenlenker von der Polizei erwischt worden. Das war bereits ein Drittel mehr im Vergleich zum Vorjahr. Dass die ansteigende Tendenz nicht eingebremst werden kann, zeigt sich auch heuer. Bereits mit Ende Oktober wurden rund 1.200 Drogenlenker registriert. 

Symbolfoto (Foto: Szymon Mucha/Shutterstock.com)
Symbolfoto (Foto: Szymon Mucha/Shutterstock.com)

Die Zahlen von November stehen noch aus. „Noch immer wird die Gefahr, die von Drogen hinterm Steuer ausgeht, heruntergespielt und unterschätzt. So fehlen bei vielen Drogenlenkern die Einsicht und das Unrechtsbewusstsein“, so Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ).

Studien zeigen, dass das Unfallrisiko unter Einfluss von Suchtgift stark steigt, ein rund zehnfach höheres Potenzial einen schweren Unfall zu verursachen, ist bereits bei geringem Drogenkonsum gegeben. Drogencocktails oder Drogen in Verbindung mit Alkohol lassen das Unfallpotential rasant weiter ansteigen.

Umfassende Reform gefordert

Steinkellner vermutet, dass eine Diskussionswelle zur Drogenlegalisierung auch nach Österreich überschwappen könnte, nachdem Nachbarländer wie Deutschland dies andenken. „Nachdem die Bundesregierung die seit 2019 in den Schubladen liegenden, ausgearbeiteten Entwürfe für mehr Verkehrssicherheit bisher immer noch nicht angerührt hat, hoffe ich nicht, dass dies auf eine Drogenromantik hindeutet“, so Steinkellner, für den eine umfassende Reform zur Drogendetektion im Straßenverkehr schon lange aussteht: „Seit 2019 liegt der ausgearbeitete Entwurf zur 32. StVO-Novelle in den Schubladen. Kernpunkte darin wären die Anhebung der Führerscheinentzugsdauer für Drogenlenker, höhere Strafgelder, sowie eine gesetzliche Regelung hinsichtlich Urintests.“


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