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OÖ. Der oö. Arbeitsmarkt im Februar 2022 zeigt: Die Beschäftigung wächst weiter kräftig. Die Arbeitslosenquote liegt um 2 Prozent-Punkte unter dem Vorjahresniveau, die Langzeitarbeitslosigkeit sinkt überproportional. Die Arbeitslosenquote betrug im Februar 2022 4,8 Prozent, so die Zahlen vom AMS OÖ.

 (Foto: Erwin Wodicka)
(Foto: Erwin Wodicka)

„Die aktuell sehr positive Entwicklung am heimischen Arbeitsmarkt erfasst immer stärker auch die Langzeitbeschäftigungslosigkeit. Die Zahl dieser Personen geht erstmals stärker zurück als die Arbeitslosigkeit im OÖ-Durchschnitt. Der Abbau der Sockelarbeitslosigkeit ist ein erklärtes Ziel des Arbeitsmarktservice OÖ, der hohe Arbeitskräftebedarf der heimischen Wirtschaft unterstützt uns dabei“, so AMS OÖ-Landesgeschäftsführer Gerhard Straßer. Wie sich allerdings der aktuelle Ukraine-Krieg auf den heimischen Arbeitsmarkt auswirkt, lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehen, so Straßer.

Arbeitslosenquote bei 4,8 Prozent

Die Arbeitslosenquote betrug in Oberösterreich im Februar 4,8 Prozent (Österreichschnitt: 7,3 Prozent) und lag damit um 2,0 Prozent-Punkte unter dem Niveau des Vorjahres. Die niedrigste Quote verweist aktuell Salzburg (4,1 Prozent), vor Tirol (4,4 Prozent) und OÖ. Die höchste Quote gibt es in Wien mit 11,6 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten in OÖ lag bei 680.000 Personen (+19.000 bzw. +2,9 Prozent mehr als im Vorjahr). Die Zahl der Arbeitslosen lag massiv niedriger als vor einem Jahr (-14.378; -29,7 Prozent auf 34.056 Personen). In Schulungen befinden sich 9.649 Personen (+2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr).

5.200 oberösterreichische Betriebe habe aktuell Kurzarbeit beantragt, davon betroffen sind 33.200 Beschäftigte.

Starker Rückgang bei Langzeitarbeitslosen

Die Arbeitslosigkeit sank bei den Frauen (-6.688; -33,1 Prozent) stärker als bei den Männern (-7.690; -27,2 Prozent). Bei den Jugendlichen (unter 25 Jahre) zeigt sich ein Rückgang von -28,5 Prozent (-1.490) bei den Vorgemerktenzahlen. Bei Personen über 55 Jahre hat sich die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr mit -20,9 Prozent ebenfalls deutlich reduziert (-2.073). Die Zahl an Langzeitbeschäftigungslosen reduziert sich ebenfalls weiter und liegt mittlerweile um 4.217 Personen unter dem Vorjahresniveau (-31,7 Prozent).

Stellenmarkt

Ende Februar standen beim AMS OÖ 32.219 offene Stellen zur Verfügung, um 11.935 mehr bzw. +58,8 Prozent als im Vorjahr. Zudem waren 1.771 sofort verfügbare Lehrstellen (+440 bzw. +33,1 Prozent) und 421 sofort verfügbare Lehrstellensuchende (-125; -22,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr) gemeldet.

Stelzer/Achleitner: „Setzen weiter auf aktive Arbeitsmarktpolitik“

Besonders erfreut zeigen sich Landeshauptmann Thomas Stelzer und Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner (beide ÖVP) über den Rückgang bei den Langzeitarbeitslosen. „Damit ist die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen schon beinahe wieder auf den Vor-Corona-Wert von 8.335 im Februar 2020 gesunken.“ Weiterhin werde trotz der positiven Entwicklungen auf aktive Arbeitsmarktpolitik gesetzt: „Zum einen, weil jede und jeder Arbeitssuchende noch immer eine oder einer zu viel ist, und zum anderen, weil die hohe Zahl an offenen Stellen auch den massiven Fachkräftebedarf von Oberösterreichs Unternehmen untermauern. Deshalb wollen wir die Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen noch weiter verstärken, mit denen die Menschen in unserem Land für jene Jobs qualifiziert werden sollen, in denen dringend Fachkräfte gesucht werden“, so Stelzer und Achleitner.

Schwarz: „Intensivere Beratungen durch AMS und 'matching' verbessern“

Die Grüne Arbeitsmarktsprecherin, Landtagsabgeordnete Ulrike Schwarz sieht als primäre Aufgabe der Arbeitsmarktpolitik, die offenen Stellen zu füllen. „So gut die Daten und erfreulich die sinkenden Arbeitslosenzahlen sind, so dringend brauchen die Unternehmen jetzt Arbeitskräfte. Das ist klarerweise Hauptaufgabe für das AMS. Es gilt dort Job und Bewerber optimal zusammenzuführen und diese 'matching' zu verbessern. Dafür sind die Beratungen zu intensivieren und das geht nur mit mehr Personal für das AMS. Eine Aufstockung muss die logische Konsequenz sein“, so Schwarz. Intensivere Beratungen müssen für Schwarz auf mehrere Ebenen abzielen und auch die regionale Komponente stärker einbeziehen. „Welche Unternehmen in welcher Region brauchen welche Arbeitskräfte. Wo liegen dort die wirtschaftlichen Schwerpunkte. Das ist zu erheben und auf dieser Basis sind dann individuelle Ausbildungen, Um- und Aufschulungen anzubieten.“


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