OÖ/LINZ. Trotz hoher Energiepreise und Ukraine-Krieg entwickelt sich der oö. Arbeitsmarkt weiter positiv. Die Arbeitslosenquote ist mit Ende Mai 2022 um 1,2 Prozent-Punkte niedriger als im Jahresvergleich. Überdurchschnittlich stark sinke die Langzeitarbeitslosigkeit, meldet das AMS OÖ.

Die Arbeitslosenquote betrug in Oberösterreich im Mai 3,4 Prozent (Österreichschnitt: 5,7 Prozent) und lag damit um 1,2 Prozent-Punkte unter dem Niveau des Vorjahres.
Knapp 700.00 Beschäftigte, 34.500 offene Stellen
Die Zahl der Beschäftigten lag bei 698.000 Personen (+17.000 bzw. +2,4 Prozent mehr als im Vorjahr). Die Zahl der Arbeitslosen lag deutlich niedriger als vor einem Jahr (-8.258; -25,2 Prozent auf 24.527 Personen). In Schulungen befinden sich 9.228 Personen (-5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr).
Dem gegenüber stehen beim AMS OÖ Ende Mai 34.506 offene Stellen, ein Plus von 7.577 bzw. 28,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
„Ob das Allzeithoch von 700.000 Beschäftigten erreicht werden kann, hängt stark von der Entwicklung der Inflation und der Energiepreise ab. Derzeit versuchen wir, durch den Einsatz aller verfügbaren arbeitsmarktpolitischen Möglichkeiten, insbesondere durch Qualifikation und Arbeitserprobungen, der Wirtschaft möglichst viele der benötigten Arbeitskräfte zur Verfügung zu stellen“, kommentiert AMS-Landesgeschäftsführer Gerhard Straßer den aktuellen Arbeitsmarkt.
Langzeitarbeitslosigkeit verringert sich
Kurzarbeit ist aktuell für 5.300 Beschäftige in OÖ angemeldet.
Die Arbeitslosigkeit sank bei den Frauen (-4.362; -27,4 Prozent) etwas stärker als bei den Männern (-3.896; -23,1 Prozent). Bei den Jugendlichen (unter 25 Jahre) zeigt sich ein Rückgang von -16,6 Prozent (-550) bei den Vorgemerktenzahlen.
Bei Personen über 55 Jahre hat sich die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr mit -20,1 Prozent ebenfalls deutlich reduziert (-1.555). Die Zahl an Langzeitbeschäftigungslosen reduziert sich ebenfalls weiter und liegt mittlerweile um 5.240 Personen unter dem Vorjahresniveau (-40,5 Prozent).
Lehrstellen
1.732 sofort verfügbare Lehrstellen (+357 bzw. +26 Prozent ) und 332 sofort verfügbare Lehrstellensuchende (-126; -27,5 Prozent) gegenüber dem Vorjahr) sind mit Ende Mai gemeldet.


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