Neos: "1. Mai Tag der Arbeitenden und ein Tag der Personalnot"
OÖ. Der 1. Mai sei ein Tag der Arbeitenden und ein Tag der Personalnot, damit auch ein Tag der Qualifizierung, der Standortattraktivierung und der Ausbildung, so NEOS-Klubobmann Felix Eypeltauer anlässlich des 1. Mai. Gefordert wird erneut die Modernisierung der Rot-Weiß-Rot Card.

„Wir haben ein Problem mit der Arbeit und dem Arbeitsmarkt im Land. Die Prognosen sind eindeutig – erst jüngst hat eine Statistik der Wirtschaftskammer aufgezeigt, dass wir ohne Maßnahmen bis 2040 bei 64.000 offenen Stellen in Oberösterreich stehen werden. Derzeit sind es bekanntlich rund 30.000. Aber auch die Zahl der Langzeit- und Altersarbeitslosigkeit dürfen wir nicht außer Acht lassen. Deshalb ist für uns dieser 1. Mai ein Tag der Arbeitenden und ein Tag der Personalnot, damit auch ein Tag der Qualifizierung, der Standortattraktivierung und der Ausbildung. Wir als Landespolitik haben damit drei Bereiche, in denen wir Schritte setzen müssen: Der erste Bereich ist eine Verbesserung der Ausbildung, beginnend bei der Berufsorientierung, der zweite Bereich ist, die Rahmenbedingungen für die Menschen, die arbeiten wollen oder mehr arbeiten wollen, zu verbessern und zum Dritten ist es das Thema der Qualifizierung und des qualifizierten Zuzugs“, so NEOS-Klubobmann Eypeltauer. Er erneuert auch die Forderung nach einer Modernisierung der Rot-Weiß-Rot Card, wie im letzten oö. Landtag mit Grünen beantragt.
Berufsorientierung und Lehre updaten
Eine weitere Forderung: Bei der Berufsorientierung an Schrauben drehen, verstärkte Berufsorientierung ab der fünften Schulstufe. Betriebe müssten in die Schulklassen geholt werden. „Wenn Bund und Land genau hier Möglichkeiten fördern, können Schüler viel früher und viel stärker einen Begriff davon haben, was es eigentlich an Chancen und Möglichkeiten in Oberösterreich gibt.“
Zudem gebe es eine Lehrlingsnot. Daher gehöre das Erfolgsmodell modernisiert, etwa, in dem der Meisterabschluss kostenlos ermöglicht werde. „Am Weg zum Friseur-Meister fallen Kosten von mindestens 3000 Euro an, am Weg zum Elektrotechnik-Meister sind es mindestens 6000 Euro. Der Gratis-Meister ist deshalb dringend notwendig, dass wir das noch immer nicht haben, ist volkswirtschaftlich nicht klug und ist vor allem, was die Chancen im Land betrifft, verheerend.“
Rahmenbedingungen, die aus Oberösterreich ausladen
Die stellvertretende NEOS-Klubobfrau Julia Bammer macht vor allem auf die fehlenden Rahmenbedingungen für arbeitende Menschen im Land aufmerksam: „Selbst, wenn man durch eine super Berufsorientierung weiß, wohin man will, gibt es leider einige zusätzliche Stolpersteine in Oberösterreich auf diesem Chancenweg der Menschen. Das Thema der Kinderbetreuung bereitet vielen tausenden Familien im Land große Sorgen, auch wenn die Landesregierung das nicht so sehen will. Familien können die Stromrechnungen nicht mehr stemmen oder haben Probleme bei den Kreditraten und würden deshalb gerne mehr arbeiten und mehr verdienen. Die Kinderbetreuungs-Situation verhindert das aber vielerorts, aber auch die hohe Steuerlast setzt keine Reize für Mehrarbeit.“
Gewarnt wird vor einem Wohlstandsverlust, der alle treffe.


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