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OÖ. Aufgrund der schwachen Konjunktur und höherem Zinsniveau so die Nachfrage nach Investitionskrediten in Österreich auch im zweiten Quartal rückläufig gewesen - daher brauche es eine Neuauflage der Investitionsprämie, fordert Wirtschaftskammer OÖ-Präsidentin Doris Hummer erneut.

WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer (Foto: Hermann Wakolbinger)
WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer (Foto: Hermann Wakolbinger)

„Wenn hier nicht aktiv gegengesteuert wird, droht ein großflächiger Einbruch der heimischen Konjunktur“, befürchtet Hummer und erneuert ihre Forderung an den Bund nach einer Neuauflage der Investitionsprämie. Die Prämie habe sich während der Coronazeit „als sehr wirksam erwiesen und ist der wichtigste Hebel für eine nachhaltige Konjunkturstützung“, betont Hummer.

Anzeichen stehen auf Rezession

Vor allem in der Industrie würden die Anzeichen auf Rezession stehen. „In Österreich liegen die Auftragsbestände der Industrie mittlerweile weit unter dem langjährigen Durchschnitt. Der Dienstleistungssektor entwickelt sich hingegen relativ stabil, unter anderem weil der Tourismus einen wichtigen Beitrag als Konjunkturstütze leistet. Auch im Exportgeschäft, wo wir im ersten Halbjahr deutlich weniger Exportdokumente ausgestellt haben, zeigt sich eine Abkühlung der Weltkonjunktur“, erläutert die WKOÖ-Präsidentin.

In Österreich seien die Bruttoanlageinvestitionen im ersten Quartal um 1,5 Prozent zum Vorquartal gesunken, im zweiten Quartal weiter zurückgegangen. Hummer sieht die Notwendigkeit einer Neuauflage der Investitionsprämie somit als akut an, wobei die Prämie sowohl materielle als auch immaterielle Investitionen begünstigen sollte. „Jene mit digitalen und nachhaltigen Schwerpunkten sollten von der erhöhten Prämie von 14 Prozent profitieren“, so die Forderung.


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