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Vertrauen in Künstliche Intelligenz: Erstes Zertifizierungszentrum in Hagenberg gegründet

Tips LogoKarin Seyringer, 27.07.2023 16:12

OÖ/HAGENBERG/LINZ. Künstliche Intelligenz (KI) ist am Vormarsch, wirft aber auch die Frage nach Sicherheit und Vertrauen auf. Oberösterreich bekommt nun Österreichs erstes Zertifizierungszentrum für Künstliche Intelligenz: Das „Trustifai“ startet am Software Competence Center Hagenberg, gemeinsam mit TÜV Austria. Ziel des neuen Zentrums ist es, mit dem Qualitätssiegel Vertrauen in die sichere Anwendung von KI geben zu können.

 (Foto: ipopba/stock.adobe.com)
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„Für den Standort Oberösterreich ist es wichtig, die digitale Transformation mitzutragen und auch mitzugestalten. Wir müssen die Chancen aktiv anpacken. Künstliche Intelligenz ist eine zentrale Möglichkeit, sorgt aber auch für Skepsis. Die Basis für jeden Fortschritt ist Vertrauen. Mit Trustifai haben wir nun ein Element, um diese Vertrauensbasis zu schaffen“, dankt Landeshauptmann Thomas Stelzer den beteiligten Partnern des neuen Zentrums. Durch das unabhängige Qualitätssiegel werde auch die zunehmende Integration von KI in den Unternehmensalltag weiter verstärkt.

Stelzer wie auch Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner betonen, dass Oberösterreich in der oö. Wirtschafts- und Forschungsstrategie #upperVISION2030 das Ziel verankert habe, bis 2030 zur Modellregion für Human-Centered Artificial Intelligence zu werden.

Skepsis entgegentreten

Auch derzeit noch mangelhafte Methoden zur Überprüfung von KI mag zu Skepsis in der Gesellschaft führen, mit Trustifai werde die geforderte Vertrauenswürdigkeit gewährleistet.

Das neue KI-Zertifizierungszentrum mit Hauptstandort in Hagenberg, das von TÜV Austria und dem Software Competence Center Hagenberg gegründet wurde, sei Vorreiter bei der Überprüfung und Zertifizierung von KI Anwendungen. Zudem sei es der erste „Test- und Qualifizierungs-Hub“ in Österreich. Auch europaweit sei ein Zentrum wie dieses noch nicht bekannt, angesichts des geplanten „AI Act“ der EU-Kommission für den weltweit ersten Rechtsrahmen zu KI sei man Vorreiter, so Achleitner.

Zusammenarbeit seit 2020

Seit 2020 besteht eine Zusammenarbeit von TÜV Austria, JKU Linz und dem Software Competence Center Hagenberg, gemeinsam wurde ein wissenschaftlich fundierter Prüfkatalog zur Zertifizierung von KI-Systemen entwickelt. Das besondere, so Stefan Haas, CEO von TÜV Austria: Es sei der erste Prüfkatalog weltweit, der nicht nur den Entwicklungsprozess, sondern auch die Qualität des Endprodukts zertifiziert. Schon jetzt könne der neue Hub auf die Expertise von über 80 Experten zurückgreifen. „Warum machen wir das? Weil wir glauben, dass es wichtig ist, sicherzustellen, dass KI sicher, zuverlässig und vertrauenswürdig ist“, so Haas.

Es würden immer wieder Fragen kommen wie: „Kann das sicher sein?“ „Das kann die Wissenschaft beantworten. Wir sind Forscher und schauen uns immer den neuesten Stand an“, so auch Markus Manz, CEO des Software Competence Center Hagenberg. „Die Unternehmen werden erheblich von der Zertifizierung profitieren, da sie durch den neutralen Qualitätsnachweis Wettbewerbsvorteile erlagen, gesetzliche Anforderungen erfüllen und Haftungsrisiken vermeiden können“, unterstreicht er. Die Kriterien zur Zertifizierung betreffen ethische Standards, den Stand der Wissenschaft und die Funktionalität. 


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Rudi R.
Rudi R.
31.07.2023 13:58

Aussage der Uni Salzburg

"Gegen E-manipulationen kann man nichts machen".


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