Betriebsversammlungen bei Metallern beschlossen
OÖ/HÖRSCHING. Mit der Betriebsräteversammlung in Hörsching am Montag ging der Reigen der von der Gewerkschaft ausgerufenen bundesweiten Konferenzen in der Metallindustrie zu Ende. 800 Teilnehmer waren in Hörsching vor Ort, beschlossen wurden auch hier Betriebsversammlungen. Für Freitag ist die dritte Runde der laufenden Kollektivvertragsverhandlungen (KV) geplant.

Etwa 70.000 Beschäftigte sind in Oberösterreich von den laufenden KV-Verhandlungen betroffen. Die Belegschaftsvertreter beschlossen bei der Sitzung am Montag einstimmig in einer Resolution, in allen Betrieben der Metallindustrie und im Bergbau zwischen 21. Oktober und 1. November Betriebsversammlungen abzuhalten, sofern bei der dritten KV-Runde am Freitag, 20. Oktober, kein Abschluss Arbeitgebern erzielt wird.
„Fordern faires Angebot“
„Noch nie gab es österreichweit so eine hohe Beteiligung bei den Betriebsratskonferenzen in der Metallindustrie. Die Bereitschaft, weitere Maßnahmen zu setzen, ist groß. Wir fordern für die Kollektivvertragsverhandlung am Freitag ein faires Angebot der Arbeitgeber für Lohn- und Gehaltserhöhungen. Es wird Bewegung brauchen, denn die beschlossenen Betriebsversammlungen sind ein erster Schritt, wenn notwendig, können weitere jederzeit folgen“, so die beiden Chefverhandler der Arbeitnehmerseite Reinhold Binder (PRO-GE) und Karl Dürtscher (GPA).
„Ohne eine deutliche Stärkung der Einkommen wird es keinen raschen Aufschwung 2024 geben. Dies sehen alle wichtigen Wirtschaftsforscher so, die Industrie hat eine klare Verantwortung für ihre Mitarbeiter“, so Binder und Dürtscher.


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