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Oberösterreich lag 2023 auf dem zweiten Platz bei der Anzahl rechtsextremer Straftaten

Tips LogoAnna Fessler, 14.03.2024 11:07

OÖ. Die Zahl der rechtsextrem motivierten Straftaten ist 2023 deutlich angestiegen, Oberösterreich liegt im Bundesländervergleich auf dem zweiten Platz nach Wien.

Die Anzahl der rechtsextrem, rassistisch und antisemitisch motivierten Straftaten ist stark angestiegen, Oberösterreich lag im Bundesländervergleich 2023 auf dem zweiten Platz hinter Wien. (Foto: Volker Weihbold)

Im Herbst soll der erste Rechtsextremismus-Bericht für die Jahre 2020 bis 2023 vorliegen, mit der Erstellung beauftragt wurde das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW). Bislang hat die SPÖ-Nationalratsabgeordnete Sabine Schatz jährlich die Anzahl der rechtsextremen, rassistischen und antisemitischen Straftaten vom Innenministerium erfragt.

Zahl der rechtsextremen Taten gestiegen

Aus der Anfragebeantwortung durch das Innenministerium geht hervor, dass die Anzahl der rechtsextremen, rassistischen und antisemitischen Straftaten in Österreich im Jahr 2023 bei 1.208 lag (im Jahr 2022 waren es 928). Die meisten davon wurden in Wien (263) verübt, gefolgt von Oberösterreich (252) und Niederösterreich (203).

Oberösterreich bei Anzeigen nach Verbotsgesetz Spitzenreiter

Von den gesamt 1.208 Tathandlungen hatten 1.080 einen rechtsextremen Hintergrund (in Oberösterreich 224), 66 einen rassistischen Hintergrund (in Oberösterreich 13) und 43 einen antisemitischen Hintergrund (in Oberösterreich 11). Die Anzahl der islamophoben/islamfeindlichen Tathandlungen betrug 7, davon drei in Oberösterreich.

Zur Anzeige gebracht wurden in Österreich 839 Personen wegen rassistischer/fremdenfeindlicher, antisemitischer und rechtsextremer Aktivitäten, davon 200 in Oberösterreich. Bei Anzeigen nach dem Verbotsgesetz lag Oberösterreich vergangenes Jahr mit 182 Personen an der Spitze, in Österreich gesamt waren es 773 Anzeigen.

Antisemitismus-Meldestelle: Zahl der Meldungen hat sich verfünffacht

Die israelische Kultusgemeinde Wien (IKG) veröffentlichte einen Bericht über antisemitische Vorfälle, diese hätten sich seit dem Angriff der Hamas auf Israel verfünffacht. Im Kalenderjahr wurden 1.147 Vorfälle gemeldet, was einem Anstieg von rund 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht (2022: 719 gemeldete Vorfälle).


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