Fachhochschule Oberösterreich feiert 30 Jahre Jubiläum
LINZ. Die Fachhochschule Oberösterreich feiert dieses Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum. Am Montagabend fand im Palais Kaufmännischer Verein der Festakt mit rund 500 Gästen aus Politik, Wirtschaft und natürlich dem Wissenschafts- und Bildungsbereich statt.

Die neue Führung der FH Oberösterreich, bestehend aus Präsident Michael Rabl und der kaufmännischen Geschäftsführerin Isolde Perndl, hat bereits den Strategieprozess „Fachhochschule 2040“ gestartet. Er soll noch vor dem Sommer 2025 abgeschlossen sein und die Weichen für die mittel- bis langfristige Entwicklung stellen. Wichtig dabei sei, so Rabl, zukunftsweisende Entwicklungen aktiv mitzugestalten. Entscheidend sei auch die „enge Verzahnung von Forschung, Lehre und Praxis“. Auch die internationale Ausrichtung ist der Doppelspitze wichtig. Dieses Angebot soll laut Perndl noch ausgebaut werden. Zudem setzt sie eine Modernisierung der Campus-Infrastrukturen und einen Ausbau der Digitalisierung auf ihre Agenda.
Unter die Gratulanten an dem Abend reihten sich auch Bildungs- und Wissenschaftsminister Martin Polaschek, Landeshauptmann Thomas Stelzer und Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner.
Goldenes Ehrenzeichen und FH-Ehrenring für Gerald Reisinger
Die FH Oberösterreich hat mit zwei Studiengängen mit 166 Studierenden begonnen, mittlerweile sind es 72 Studiengänge mit mehr als 5.500 Studierenden. Rund 30.000 Alumni hat die Institution bislang hervorgebracht. Gerald Reisinger prägte die Entwicklung der vergangenen zwanzig Jahre als Präsident entscheidend mit. Im Zuge der Feierlichkeiten zum 30. Jubiläum der FH OÖ wurde ihm von Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner der FH-Ehrenring überreicht. Landeshauptmann Thomas Stelzer verlieh Reisinger das Goldene Ehrenzeichen des Landes und hielt auch die Laudatio auf ihn.
Reisinger sagte in seiner Dankesrede, er sei damals mit drei Zielen zur FH OÖ gekommen: Jungen Menschen ein Karriere-Sprungbrett zu bieten, der oberösterreichischen Wirtschaft zu helfen und einen bunten Campus - im Sinne eines internationalen und interkulturellen Campus - zu schaffen. Derzeit gäbe es an der FH OÖ etwa 20 Prozent internationale Studierende, von denen 70 Prozent auch in Oberösterreich zu arbeiten beginnen würden.
Schwieriges Wirtschaftsumfeld
Christoph Badelt, der Präsident des Fiskalrates und Wirtschaftsforscher, wies in seiner Key-Note „Die Fachhochschulen im Umfeld der Wirtschaftspolitik“ darauf hin, dass die Fachhochschulen sich in den kommenden Jahren auf möglicherweise schrumpfende Budgets seitens des Bundes vorbereiten sollten. Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner sprach von „gut investiertem Geld“ seitens des Landes Oberösterreich, die FH Oberösterreich könne Teil der Lösung für das Problem des Fachkräftemangels am Standort sein.
Zitiert
„Die FH Oberösterreich hat sich zu einem unverzichtbaren Pfeiler der oberösterreichischen Hochschullandschaft entwickelt. Durch ihre praxisnahe Ausbildung auf akademischem Niveau, das innovative Studienangebot und die enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und Industrie, leistet sie einen entscheidenden Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft, stärkt unsere Wettbewerbsfähigkeit und fördert nachhaltige Entwicklungen“, gratulierte Bildungs- und Wissenschaftsminister Martin Polaschek.
„Die FH Oberösterreich ist ein zentrales Beispiel dafür, dass top ausgebildete Fachkräfte heute Lösungen für die Herausforderungen von morgen entwickeln. Ich bin stolz und dankbar, dass sie sich so prächtig entwickelt hat – und bin zuversichtlich, dass das auch in den nächsten Jahrzehnten gelingen wird. Auch dank der FH OÖ ist Oberösterreich das Land der Innovation, Wirtschaft und Arbeit – kurz gesagt, das Land der Möglichkeiten“, sagte Landeshauptmann Thomas Stelzer.
Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner bezeichnete die Gründung der Fachhochschulen als „Jahrhundertidee“ und kündigte an, dass die Rolle als Innovationsmotor in Lehre und Forschung noch weiter ausgebaut wird: „Die neue ‚Strategie 2040 für die Fachhochschule OÖ‘ wird dafür die Grundlage liefern. Darin sollen die aktuellen Entwicklungen im Bildungs- und Forschungsbereich, vor allem die ökologische und digitale Transformation der Wirtschaft und die Internationalisierung von Lehrenden, Forschenden und Studierenden, entsprechend forciert werden.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden