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Immer mehr sorgen sich um Sicherheit der staatlichen Pension

Tips Logo Steiner Christoph, 27.01.2026 14:37

LINZ/OÖ. Immer mehr Menschen in Oberösterreich zweifeln daran, in der Pension durch staatliche Zahlungen ausreichend abgesichert zu sein. Doch nicht nur das finanzielle Auskommen im Alter macht den Menschen im Land sorgen. 

Von links: Manuel Molnar (Vorstandsdirektor CSO der Sparkasse OÖ), Sonja Brandtmayer (Generaldirektor-Stellvertreterin der Wiener Städtischen), Paul Eiselsberg (IMAS-Studienautor) präsentieren die Vorsorgestudie 2026. (Foto: Werner Kerschbaumayr)

Fragt man die Oberösterreicher nach ihrer Erwartung hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung und der Lebensqualität in den kommenden Monaten, rechnen 65 Prozent mit einer Verschlechterung. Das zeigt die Vorsorgestudie 2026 von Erste Bank, Sparkassen und der Wiener Städtischen, durchgeführt vom Marktforschungsinstitut Imas.

Vorsorge wird immer wichtiger

Die angespannte wirtschaftliche Gesamtsituation veranlasst immer mehr Menschen in Oberösterreich dazu, privat vorzusorgen. Auf die Frage nach den Hauptgründen nennen 54 Prozent, dass man nur durch Eigeninitiative den gewohnten Lebensstandard im Alter halten könne. 51 Prozent wollen sich auf diese Weise gegen mögliche Schicksalsschläge finanziell absichern.

60 Prozent der Befragten gehen davon aus, auch im Ruhestand zumindest geringfügig arbeiten zu müssen, um finanziell über die Runden zu kommen.

Frage der Finanzierbarkeit

Auch das Vertrauen in den Staat sinkt. 46 Prozent der Befragten glauben nicht mehr daran, dass der Staat ein verlässlicher Partner in Pensionsfragen ist.

„Hier zeigen die zuletzt stärker werdenden Diskussionen über die Finanzierbarkeit des staatlichen Pensionssystems Wirkung. Mit 79 Prozent zweifeln mehr als drei Viertel der Oberösterreicher daran, einmal eine ausreichend hohe Pension vom Staat zu erhalten. Dass bereits heute jeder vierte Steuereuro für die Stützung der öffentlichen Pensionen aufgewendet werden muss, verunsichert mittlerweile acht von zehn Befragten“, erläutert Sonja Brandtmayer, Generaldirektor-Stellvertreterin der Wiener Städtischen.

Nur 37 Prozent der Befragten wissen nach eigenen Angaben über ihr Pensionskonto genau Bescheid.

Welche Vorsorgeformen werden genutzt?

Auf die Frage nach bereits genutzten Vorsorgeinstrumenten nennen 55 Prozent der Oberösterreicher das Sparkonto, 42 Prozent die Lebensversicherung und 30 Prozent Wertpapiere.

Gold, das sich aktuell auf einem Allzeithoch befindet, spielt hingegen nur für 14 Prozent eine Rolle. Dafür nimmt das Interesse an Wertpapieren weiter zu.


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