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Lebenslanges Lernen: Wie Oberösterreich noch mehr Menschen mit Angeboten erreichen will

Tips LogoKarin Seyringer, 16.02.2026 19:39

OÖ. Lebenslanges Lernen ist zu einem wichtigen Grundpfeiler geworden, vor allem für ein Bestehen in einer sich stark wandelnden Berufswelt. Mehr als drei Viertel der 20- bis 64-Jährigen in Oberösterreich nutzen jährlich Angebote der Erwachsenenbildung – vom Sprachkurs bis zur beruflichen Qualifizierung. Land OÖ und das Erwachsenenbildungs-Forum OÖ arbeiten daran, die Erwachsenenbildung weiter auszubauen und zukunftsfit zu machen.

LH-Stellvertreterin, Bildungs-Landesrätin Christine Haberlander (2. v. l.) mit Manuela Jachs-Wagner (Vorsitzende des Erwachsenenbildungs-Formus OÖ), Günther Lenger (l., Präsidiumsmitglied des EWB-Forums) sowie Günter Brandstetter (r.), Leiter des Referats Erwachsenenbildung. (Foto: Land OÖ/Margot Haag)

Ob für den Beruf, persönliche Interessen oder gesellschaftliche Teilhabe – Weiterbildung ist für viele in Oberösterreich längst Alltag. 755.000 Teilnahmen bei mehr als 52.000 Veranstaltungen jährlich laut Zahlen des Landes OÖ zeigen, wie stark lebenslanges Lernen in Oberösterreich verankert ist. Diese Zahl ist besonders bemerkenswert im Vergleich zur oberösterreichischen Bevölkerung im Alter von 20 bis 64 Jahren - rund 917.000 Personen. Etwa 60 Prozent der Teilnehmenden sind Frauen.

Warum lebenslanges Lernen immer wichtiger wird

Digitalisierung, Klimawandel, Migration und gesellschaftliche Veränderungen stellen Arbeitsmarkt und Gesellschaft vor neue Herausforderungen. Weiterbildung wird damit zunehmend zur Voraussetzung, um Schritt zu halten.

„Lebenslanges Lernen ist heute keine Option mehr, sondern eine Grundvoraussetzung, um gesellschaftliche, technologische und wirtschaftliche Veränderungen gut zu bewältigen. Die Erwachsenenbildung in Oberösterreich schafft dafür konkrete Chancen – wohnortnah, qualitätsgesichert und für Menschen in allen Lebensphasen zugänglich“, so Bildungsreferentin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP).

Mit der nun vorgelegten neuen Strategie würden gezielt Impulse gesetzt, damit Weiterbildung noch mehr Menschen erreiche, individuelle Entwicklung und gesellschaftliche Teilhabe nachhaltig gestärkt werde, so Haberlander.

Neue Strategie

Land OÖ und Erwachsenenbildungs-Forum OÖ wollen Weiterbildung noch sichtbarer, zugänglicher und qualitativ hochwertiger machen.

Das dafür nun präsentierte Impulspapier „Lebenslanges Lernen in OÖ“ definiert zentrale Leitlinien und konkrete Maßnahmen.

Vier Schwerpunkte stehen im Mittelpunkt:

  • Das Bewusstsein für lebenslanges Lernen soll weiter gestärkt werden.
  • Innovation und Qualitätssicherung werden ausgebaut.
  • Regionale Erreichbarkeit und soziale Barrierefreiheit sollen gesichert werden.
  • Strukturen, Datenbasis und Vernetzung werden weiterentwickelt.

Geplant sind unter anderem Informationskampagnen, neue Innovations- und Vernetzungsformate sowie verbesserte Daten- und Informationssysteme.

Bedarf wird erhoben, neues Netzwerk gegründet

Eine landesweite Bildungsbedarfserhebung läuft bereits. Sie soll erstmals systematisch erfassen, welche Lerninhalte, Kompetenzen und Formate künftig besonders gefragt und benötigt sind – beruflich wie privat.

Zudem wird ein Netzwerk für lebenslanges Lernen aufgebaut, um formale und non-formale Bildung enger zu verzahnen. Das erste Treffen zur Gründung des Netzwerks wird am 24. Februar stattfinden. Eingeladen sind unter anderem Vertreter aus der Bildungsverwaltung, den Unis, den FHs, den Pädagogischen Hochschulen sowie der Erwachsenenbildung.

„Sichtbarkeit, Qualität und Vernetzung“

Für Manuela Jachs-Wagner, Vorsitzende des Erwachsenenbildungs-Forums OÖ, stärkt die neue Strategie „die Erwachsenenbildung als unverzichtbare Ressource für individuelle Entwicklung, gesellschaftlichen Zusammenhalt und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit.“

Auch Günther Lengauer, Präsidiumsmitglied des Erwachsenenbildungs-Forums und Leiter des Bildungshauses Sankt Magdalena in Linz, verweist auf die soziale Dimension: „Erwachsenenbildung ist ein zentraler Pfeiler für ein chancengerechtes, modernes und zukunftsfähiges Bildungssystem. Die neuen Impulse setzen wichtige Signale für mehr Sichtbarkeit, Qualität und Vernetzung. Unser aller Anliegen muss es sein, dass Bildung für alle leistbar und zugänglich ist.“

Zum Erwachsenenbildungsforum OÖ

Das Erwachsenenbildungsforum OÖ umfasst 15 Mitgliedseinrichtungen mit rund 500 dezentralen Standorten und rund 300 öffentliche Bibliotheken, zudem 103 private Einrichtungen. Umfasst sind unter anderem Land OÖ-Erwachsenenbildung, WIFI, BFI, LFI, AK OÖ, oö. Volkshochschulen, Katholisches Bildungswerk, Volksbildungswerk, Bildungshaus St. Magdalena oder Bildungshaus Schloss Puchberg.

Mehr Infos zum Forum und weiterführende Links gibt’s unter www.weiterbilden.at


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